Panorama

Diese Regeln gelten ab Montag Länder lockern ihre Corona-Auflagen

In Deutschland kann wieder geshoppt werden - in winzig kleinem Umfang: Viele Länder lockern zum Start der neuen Woche einzelne Beschränkungen. Unter anderem darf der Einzelhandel wieder öffnen. Teilweise mit, teilweise ohne Terminvergabe. Teilweise gar nicht.

Viele Bundesländer lockern zum Start der neuen Woche einzelne Corona-Regeln. Dazu zählt unter anderem die bisher strenge Begrenzung privater Kontakte. So sind vielerorts wieder private Treffen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt erlaubt, allerdings beschränkt auf maximal fünf Personen plus Kinder.

Zugleich dürfen in den meisten Regionen Buchläden, Blumengeschäfte und Gartenmärkte wieder öffnen, soweit sie nicht ohnehin schon offen waren. Der Einzelhandel darf vielerorts Shopping-Termine für eine begrenzte Zahl von Kunden vergeben. Mehrere Wirtschaftsvertreter halten dieses Modell für schwierig umsetzbar. In Regionen mit weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche kann der Handel unter Umständen auch ohne Terminvergabe öffnen. Die Öffnungsschritte gehen auf eine entsprechende Vereinbarung von Bund und Ländern zurück.

Regional sehen die Lockerungen sehr unterschiedlich aus. Das bayerische Gesundheitsministerium veröffentlichte am Sonntag eine Liste, welche Regeln vorerst wo im Freistaat gelten. Demnach werden die Beschränkungen in 13 bayerischen Landkreisen spürbar gelockert, entlang der tschechischen Grenze dagegen bleibt fast alles wie gehabt.

In Niedersachsen öffnen Tattoo-Studios auch bei hoher Inzidenz

Die niedersächsische Landesregierung musste noch vor Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung einen Fehler in den Regelungen korrigieren. Auch in Hochinzidenzkommunen mit mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche könnten sogenannte körpernahe Dienstleistungen wie etwa von Kosmetik- oder Tattoo-Studios wieder angeboten werden, teilte die Staatskanzlei mit. Sofern bei der jeweiligen Dienstleistung ein durchgehendes Tragen einer medizinischen Maske nicht möglich sei, müsse zuvor ein Test gemacht werden.

Auch die neuen Regelungen zu Fahr- und Flugschulen griffen unabhängig von der Inzidenz, Buchhandlungen und die Büchereien könnten in Hochinzidenzkommunen öffnen, Anprobetermine seien möglich, teilte die Staatskanzlei mit. Zunächst setzte die Verordnung dagegen für die sogenannten Hochinzidenzkommunen einen Paragrafen aus der alten Verordnung wieder in Kraft, der Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe schloss, berichtete die "Neue Deister-Zeitung".

Kostenlose Schnelltests

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Parallel zu den Lockerungen bezahlt der Bund allen Bürgern ab sofort wöchentlich mindestens einen Schnelltest. Für die Bereitstellung sind die Länder verantwortlich. Die Schnelltests werden aber noch nicht überall ab Montag durchgängig verfügbar sein.

Bei den Schnelltests führt geschultes Personal - etwa in Apotheken oder Testzentren - Wattestäbchen tief in die Nase oder den Rachen ein. Anders ist das bei Laien-Selbsttests, die seit Samstag allmählich in den Handel kommen: Die Probe wird nicht ganz so tief aus der Nase entnommen, dies kann man selbst machen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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