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Landesamt bestreitet FehlerTheaterprojekt sorgt für Porno-Eklat an Schule

16.04.2026, 08:33 Uhr
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Nach-dem-Abbruch-einer-Projektwoche-an-der-Deutsch-Sorbischen-Oberschule-in-Schleife-und-Anzeigen-von-Eltern-ermittelt-die-Polizei-ob-im-Klassenzimmer-strafbare-pornografische-Inhalte-gezeigt-wurden
Die Projektwoche an der Deutsch-Sorbischen Oberschule in Schleife wurde abgebrochen.

Beschwerden von Eltern führen zum Stopp eines Schulprojekts. Wie konnte ein Heft mit expliziten Bildern verwendet werden? Die Schulleitung trifft offenbar keine Schuld.

An einer Oberschule in Schleife in der sächsischen Lausitz ist ein umstrittenes Theaterprojekt gestoppt worden. Das Projekt, bei dem den Neuntklässlern pornografische Bilder und Inhalte im Klassenzimmer präsentiert worden sein sollen, war der Deutsch-Sorbischen Oberschule den Angaben zufolge im Januar 2026 per E-Mail angeboten worden.

Der Fall, der sich bereits im März ereignet hat, war zu Beginn der Woche bekannt geworden. Im Rahmen der Projektwoche sollten sich die Neuntklässler mit verschiedenen Materialien zum Thema "Mut" und zu "aktuellen politischen Themen" beschäftigen, hieß es offenbar im Vorfeld.

Teil dieser Sammlung sei "offenbar auch ein Heft mit sensiblem, potenziell pornografischem Bildmaterial" gewesen, teilte das LASUB mit. Medienberichten zufolge soll es sich dabei um Bilder zweier Männer bei verschiedenen Sexpraktiken gehandelt haben. Mehrere Eltern hatten nach dem Vorfall Strafanzeige gestellt.

Ermittlungen laufen noch

Die tatsächliche Umsetzung des Theaterprojektes am ersten Tag habe "in eklatanter Weise" den zuvor skizzierten Zielen und Methoden widersprochen, hieß es vom sächsischen Landesamt für Schule und Bildung (LASUB). Ein Fehlverhalten der Schulleitung sieht das LASUB jedoch nicht. Aus Sicht der Schule habe es "keinen Anlass zu der Vermutung" gegeben, dass Medien mit potenziell pornografischem Inhalt eingesetzt würden.

Die Schulleitung brach das Projekt nach Behördenangaben noch am selben Tag ab und kündigte den Dienstleistungsvertrag mit den Projektverantwortlichen. Auch die Amadeu Antonio Stiftung, die sich für Minderheiten und Menschenrechte einsetzt, hat die Förderung für das Theaterprojekt mittlerweile eingestellt, sagte Sprecher Lorenz Blumenthaler. Es seien noch weitere Workshops geplant gewesen. Die Grundlage einer Förderung sei aus Sicht der Stiftung aber nicht mehr gegeben.

Für die Zukunft will die Schulaufsicht gemeinsam mit dem Kultusministerium den Umgang mit externen Anbietern prüfen, heißt es auf Anfrage. Parallel dazu ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte an Minderjährige gegen zwei weibliche Tatverdächtige im Erwachsenenalter.

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Quelle: ntv.de, sba/dpa

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