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Ulrich Wegener soll nach "Bild"-Informationen schon am 28. Dezember gestorben sein.
Ulrich Wegener soll nach "Bild"-Informationen schon am 28. Dezember gestorben sein.(Foto: dpa)
Mittwoch, 03. Januar 2018

Früherer GSG-9-Kommandeur: "Landshut"-Befreier Wegener ist tot

Im Oktober 1977 lässt er die von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" im somalischen Mogadischu stürmen - und befreit so mehr als 80 Geiseln. Jetzt ist der damalige GSG-9-Chef Ulrich Wegener tot.

Der erste Kommandeur der Antiterroreinheit GSG 9, Ulrich Wegener, ist tot. Der frühere Brigadegeneral des Bundesgrenzschutzes starb im Alter von 88 Jahren. Laut "Bild"-Zeitung starb Wegener bereits am 28. Dezember.

Unter Wegeners Leitung hatte die Spezialeinheit der Bundespolizei im Oktober 1977 die von palästinensischen Terroristen gekaperte Lufthansa-Maschine "Landshut" im somalischen Mogadischu gestürmt und mehr als 90 Geiseln unversehrt befreit. Damit erwarb sich Wegener den Beinamen "Held von Mogadischu".

Die Entführer wollten mit der Aktion auf dem Höhepunkt des "Deutschen Herbstes" elf inhaftierte Terroristen der Rote-Armee-Fraktion (RAF) freipressen. Bei der Erstürmung der Maschine wurden drei der vier palästinensischen Terroristen erschossen, eine Entführerin überlebte den Einsatz der Spezialeinheit schwerverletzt. Kein Polizist und keine der Geiseln kamen ums Leben.

"Ich war froh, dass wir mal zeigen konnten, was wir können", sagte Wegener vor einigen Jahren zu diesem Einsatz. "Wir hatten davor jahrelang auf deutschen Flughäfen einen solchen Einsatz immer wieder geübt, nachts haben wir abgestellte Maschinen gestürmt. Manchmal konnten diese Maschinen auch nachher nicht mehr fliegen." Die RAF-Häftlinge Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe nahmen sich nach der Geiselbefreiung in Stuttgart-Stammheim das Leben.

Der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher hatte Wegener 1972 mit dem Aufbau der Eliteeinheit GSG 9 beauftragt. Anlass war ein Anschlag palästinensischer Terroristen auf Israels Mannschaft während der Olympischen Spiele in München. 1988 wechselte der Gründungskommandeur in den Dienst der saudischen Regierung, um die dortigen 2000 Mann starken "Special Security Forces" auszubilden. Wegener wurde so zu einem international gefragten Experten in der Terrorismusbekämpfung.

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Quelle: n-tv.de