Insgesamt sechs ToteLawinen reißen in Frankreich weitere Menschen in den Tod

In den französischen Alpen bleibt die Gefahr vor Lawinen hoch. Nachdem am Samstag bereits drei Menschen in den Savoyen ums Leben gekommen sind, werden nun drei weitere Skifahrer von Lawinen verschüttet. Auch in Tirol gibt es Verletzte.
Drei Skifahrer sind nach Lawinenabgängen in den französischen Alpen laut Medienberichten gestorben. Im Skigebiet La Plagne sei ein um die 50 Jahre alter Brite unter einer Schneelawine verschüttet worden, hieß es unter Berufung auf eine Mitteilung des Ortes. 52 Rettungskräfte, Lawinenhunde und ein Hubschrauber seien im Einsatz gewesen, doch es habe 50 Minuten gedauert, bis der Mann unter 2,5 Metern Schnee aufgefunden werden konnte, berichteten französische Medien. Er konnte demnach nicht wiederbelebt werden.
Ein 32-Jähriger wurde im Gebiet von Vallorcine von einer Lawine erfasst und gegen einen Baum geschleudert. Dabei wurde er tödlich verletzt, wie die Polizei mitteilte.
Im nahegelegenen Ort Courchevel, ebenfalls in den Savoyen, wurde den Berichten zufolge eine weitere Person unter einer Lawine verschüttet und am späten Vormittag tot aufgefunden. Das Skigebiet machte demnach dazu keine weiteren Angaben. Die regionale Tageszeitung "Le Dauphiné libéré" berichtete zudem von mehreren verletzten Skifahrern und Snowboardern in den Orten Tignes und Orelle. Einen Tag zuvor gab es bereits drei Todesopfer bei Lawinen in der Region.
Insgesamt gab es in den Savoyen am heutigen Sonntag mehrere Lawinen. Die örtliche Präfektin rief auf ihrer Facebook-Seite zu Vorsicht auf. "Um 12:30 Uhr sind die Rettungsdienste bereits bei sechs Lawinenabgängen auf verschiedenen Bergmassiven im Einsatz gewesen", teilte sie mit. Die Lawinengefahr sei auch in den kommenden Tagen in allen Berggruppen hoch. Die Präfektin riet vom Fahren abseits der Pisten dringend ab.
Im österreichischen Bundesland Tirol wurden am Sonntag drei Menschen bei drei Lawinenabgängen verletzt, wie die Tiroler Einsatzzentrale mitteilte. Eine Frau befinde sich in kritischem Zustand, hieß es. Die Lawinengefahr im Westen Tirols und im Bundesland Vorarlberg bleibt auch zu Wochenbeginn hoch, wie es in den neuesten Lagebewertungen hieß. In den Allgäuer Alpen in Bayern und in der Schweiz wurde das Risiko von hoch auf erheblich zurückgestuft.