Panorama

Gericht verkündet Strafmaß Lebenslange Haft für Mord an Etan Patz

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Die Leiche von Etan Patz ist bis heute nicht gefunden.

(Foto: REUTERS)

Vor fast 40 Jahren verschwindet der kleine Etan Patz in New York auf dem Weg zur Schule. Seine Leiche ist bis heute nicht gefunden und der Angeklagte beteuert seine Unschuld - doch beim Strafmaß kennt der Richter keine Gnade.

Fast 40 Jahre nach dem Verschwinden von Etan Patz in New York ist ein Mann wegen Mordes an dem Kind zu lebenslanger Haft verurteilt worden. "Der Angeklagte hat ein furchtbares Geheimnis für sich behalten und der Patz-Familie unbeschreibliche Qualen verursacht", sagte der Richter bei der Verkündung des Strafmaßes am Dienstag. Die Verteidiger des 56-Jährigen beteuerten erneut die Unschuld ihres Mandanten.

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Der New Yorker Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance (r.) und die Familie Patz geben nach der Urteilsverkündung eine Pressekonferenz.

(Foto: REUTERS)

Der Mann war bereits Mitte Februar von einer Jury für schuldig befunden worden, 1979 den damals 6 Jahre alten Etan Patz in einen Keller gelockt und ermordet zu haben. Der nun Verurteilte hatte damals in einem Laden in der Nähe von Patz' Wohnhaus im Stadtteil Soho gearbeitet. Er gilt als geistig behindert. 2012 hatte er ein Geständnis abgelegt, jedoch später wieder zurückgezogen und nie ein Motiv genannt.

Ein erster Prozess war 2015 geplatzt, weil sich die zwölfköpfige Jury auch nach 18 Beratungstagen nicht auf ein Urteil einigen konnte.

Der Fall hatte die USA erschüttert, Ermittler über Jahrzehnte beschäftigt und Eltern verängstigt. Die Leiche des Jungen wurde nie gefunden, 22 Jahre nach dem Vorfall wurde er für tot erklärt.

Ein Foto von Patz, mit dem auf Plakaten und Milchkartons nach ihm gesucht wurde, brannte sich in das kollektive Gedächtnis des Landes ein.

Quelle: ntv.de, chr/dpa