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Flieger von Babis verspätet sich Leibwächter feuert versehentlich Schuss ab

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Da war die Welt noch in Ordnung: Andrej Babis trifft beim EU-Gipfel in Brüssel ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach zähen Verhandlungen über einen Nachfolger für Kommissionspräsident Juncker will Tschechiens Regierungschef Babis abreisen. Doch sein Flug verzögert sich: Einem seiner Leibwächter geschieht ein Missgeschick, das auch böse hätte ausgehen können.

Schrecksekunde für Tschechiens Regierungschef Andrej Babis: Einer seiner Leibwächter hat an Bord seines Flugzeugs aus Versehen einen Schuss abgefeuert. Niemand wurde bei dem Zwischenfall am Dienstagabend verletzt, wie Polizei nun mitteilte. Die Maschine befand sich zu diesem Zeitpunkt am Brüsseler Flughafen noch am Boden. Babis hatte in der belgischen Hauptstadt an einem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs teilgenommen, bei dem über die Nachfolge von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker diskutiert wurde.

Tschechischen Medien zufolge wollte der Leibwächter kurz vor dem Abflug der Regierungsmaschine seine Pistole entladen. Dabei habe sich der Schuss gelöst. Die Kugel traf einen Essenswagen, wie es auf der Nachrichten-Website Aktualne.cz heißt. Das Flugzeug mit Babis an Bord sei schließlich mit einstündiger Verspätung abgehoben.

Der Zwischenfall habe sich in einem abgetrennten Abteil des Flugzeugs ereignet, teilte die tschechische Polizei mit. Außer dem Personenschützer sei niemand in Gefahr gewesen. Babis' Sprecherin Jana Adamcova bestätigte den Vorfall, ohne auf Einzelzeiten einzugehen.

1994 hatte schon einmal ein Leibwächter an Bord einer tschechischen Regierungsmaschine versehentlich einen Schuss abgegeben. Während eines Flugs des damaligen tschechischen Verteidigungsministers Antonin Baudys durchschoss ein Personenschützer aus Versehen den Flugzeugboden und traf einen Treibstofftank. Die Maschine musste damals notlanden. Verletzt wurde niemand.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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