Panorama

Auch Spritzen verabreicht Leipziger Fake-Arzt behandelt 50 Patienten

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Gegen den Hochstapler wird nun unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt.

(Foto: imago images/Westend61)

In Leipzig hat sich ein Mann mit mutmaßlich gefälschten Abschlüssen als Arzt ausgegeben und in seiner Praxis zahlreiche Menschen behandelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen einer ganzen Liste von Straftaten gegen den Hochstapler.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen falschen Arzt in Leipzig. Der Hochstapler, der unter dem Namen "Dr. Sascha Robert" in der Messestadt praktizierte, soll mindestens 50 Menschen behandelt haben, wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatten bereits Medien über den Fall berichtet. Der Landesdirektion Sachsen war der vermeintliche Arzt demnach bereits seit Oktober vergangenen Jahres bekannt.

Der 32-Jährige betrieb nach Polizeiangaben eine Praxis und bot Telefon- und Onlinesprechstunden sowie Hausbesuche an. Bei einer Durchsuchung der Praxisräume beschlagnahmten die Ermittler Anfang Dezember die gesamte Praxiseinrichtung sowie medizinische Materialen und Behandlungsgeräte. Die Ausrüstung hat der mutmaßliche Hochstapler offenbar über Internetplattformen bestellt und nicht bezahlt. Die Schadenshöhe bezifferte die Polizei auf einen mittleren fünfstelligen Bereich. Die Abschlüsse und Titel des vermeintlichen Arztes seien nach den bisherigen Ermittlungen gefälscht.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen den Beschuldigten wegen des Missbrauchs von Titel und Berufsbezeichnungen, Fälschung von Gesundheitszeugnissen, Urkundenfälschung, Betrugs und wegen eines Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz. Weil der Beschuldigte Patienten auch Spritzen verabreicht haben soll, wird gegen ihn zudem wegen des Tatvorwurfs der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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