Panorama

Heimische Produktion gefördert "Luftbrücke" soll Millionen Masken liefern

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Deutsche Unternehmen können für Produktionsanlagen einen Zuschuss von 30 Prozent bekommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schutzmasken sind zurzeit weltweit Mangelware. Noch in dieser Woche soll jedoch eine Lieferung mit 40 Millionen Masken aus China in Deutschland eintreffen. Mit einer Finanzspritze soll auch die heimische Produktion angekurbelt werden.

Die Bundesregierung erwartet zum Schutz gegen Corona-Infektionen eine schnelle Großlieferung von Schutzausstattung für das medizinische Personal. Diese Woche sollen 40 Millionen Schutzmasken nach Deutschland kommen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das sei so viel wie in den beiden vorangegangenen Wochen zusammen. Hintergrund ist auch eine Kooperation mit der Lufthansa in einer Art "Luftbrücke" für regelmäßige Transportflüge nach China.

Ergänzend zu den Flügen der Lufthansa nach Shanghai könnte bei Bedarf auch das Verteidigungsministerium Transportkapazitäten bereitstellen, erläuterte ein Sprecher. Wenn dies durch kommerzielle Angebote nicht abzudecken sei, könnten vom 23. bis 28. April auch vertraglich gesicherte Flüge von Großraum-Frachtflugzeugen vom Typ Antonow zur Verfügung gestellt werden.

Masken und andere Schutzausstattung sind derzeit weltweit knapp. Deshalb will die Bundesregierung auch die heimischen Produktion von medizinischen Schutzmasken mit 40 Millionen Euro fördern. Das geht nach Angaben von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR aus einem Vermerk über eine Besprechung von Kanzlerin Angela Merkel mit dem Corona-Kabinett am Montag hervor. Demnach geht es um die Produktion von im "Meltblown-Verfahren" hergestelltem Vliesstoff, der in dem Dokument als "Herzstück" für medizinische Schutzmasken bezeichnet wird und dort als Filter dient.

40 Millionen Euro Fördermittel

Solche aus vielen Lagen feiner Fasern bestehenden Filter werden in FFP2- und FFP3-Masken eingesetzt, wie sie vor allem in Krankenhäusern, Arztpraxen und anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen dringend benötigt werden. Die Bundesregierung will dem Bericht zufolge deutsche Meltblown-Vlies-Produzenten mit Fördermitteln in Höhe von 40 Millionen Euro dazu bringen, ihre Produktion auszubauen. Laut Vermerk könne der Aufbau des entsprechenden Maschinenparks aber drei bis vier Monate dauern.

Unternehmen, die bis 30. Juni einen Förderantrag stellen, können demnach für Produktionsanlagen einen Zuschuss von 30 Prozent der Kosten bekommen. Voraussetzung sei, dass die Vlies-Herstellung noch 2020 beginnt und weitere Auflagen eingehalten werden. Pro Firma gebe es maximal zehn Millionen Euro.

Quelle: ntv.de, ftü/dpa

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