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Anführer des Gambino-Clans Mafia-Boss Cali in New York erschossen

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"Frank" Cali führte die Gambino-Familie seit 2015 an. (Archivbild).

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der amerikanische Mafiosi Francesco Cali ist Opfer eines Anschlags geworden. Unbekannte töten den Kopf der Gambino-Familie mit mehreren Schüssen vor seinem Haus. In New York ist es der erste Mord an einem Mafia-Chef seit mehr als 30 Jahren.

Der mutmaßliche Mafia-Boss Francesco "Frank" Cali ist nach US-Medienberichten vor seinem Haus auf Staten Island in New York erschossen worden. Der 53-Jährige wurde am Mittwochabend von sechs Kugeln getroffen und anschließend von einem Auto überrollt, wie die "New York Times" unter Berufung auf die Polizei meldete. Festnahmen gebe es laut dem Sender CNN bislang keine.

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Dementsprechend sei Cali der erste ermordete New Yorker Gangster-Boss in mehr als drei Jahrzehnten. Zuletzt wurde 1985 "Big Paul" Castellano vor einem Steakhouse von einem mehrköpfigen Mordkommando erschossen. Cali galt seit 2015 als Chef des berüchtigten Gambino-Clans, der lange als größtes Verbrechersyndikat der USA angesehen wurde. In den 1990er-Jahren kamen mehrere seiner Mitglieder jedoch hinter Gitter.

Angeführt wurde die Familie einst von John Gotti Sr., der von vielen als zweiter Al Capone angesehen wurde. Er war 1992 wegen Mordes und krimineller Geschäfte verurteilt worden und starb 2002 mit 61 Jahren im Gefängnis an Krebs. Gottis Leben wurde mit John Travolta in der Hauptrolle verfilmt; "Gotti" kam im vergangenen Sommer in die Kinos.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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