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Hinterrücks angegriffen Mann gesteht Axt-Mord an seiner Nachbarin

Ein Mann gibt vor dem Landgericht München zu, seine Nachbarin im Mai 2018 mit Axt und Messer hinterrücks ermordert zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 64-Jährige eine Persönlichkeitsstörung haben. Schon seit 2013 verspüre er Amok-Fantasien.

Ein 64-Jähriger hat vor Gericht gestanden, seine Nachbarin mit einer Axt und einem Messer ermordet zu haben. Zum Prozessbeginn vor dem Landgericht München II gab er zu, die 77-Jährige Anfang Mai 2018 hinterrücks mit der Axt angegriffen zu haben, als sie ihre Wohnung in Germering verließ. Anschließend habe er sie ins Innere der Wohnung gezogen und sie mit einem weiteren Hieb, einem Seil um den Hals und einem Messer traktiert. Das Opfer starb noch am Tatort an den Verletzungen.

Für die Tat habe es keinen besonderen Grund gegeben, sagte der Angeklagte, der laut Staatsanwaltschaft an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Er habe in der Nacht schlecht geschlafen, am Tag der Tat sei er gehetzt und wütend gewesen. Daraufhin habe er sich entschlossen, die nächste Person umzubringen, die ihm begegnet.

Im Jahr 2013 hatte er einen Schlaganfall erlitten und seitdem immer Fantasien verspürt, "Amok zu laufen" und Menschen zu töten. 2014 zog er in einer Bankfiliale ein Messer, nach eigenen Angaben ebenfalls, um seine Wut abzureagieren. Daraufhin wurde er erstmals in eine forensische Psychiatrie eingewiesen. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, neben einer Haftstrafe auch die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus zu fordern.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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