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Minenausflug geht schief Mann überlebt in "Schlangengrube"

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Die Retter brauchten mehrere Stunden, um den Verletzten zu bergen.

(Foto: AP)

Der Ausflug zu einer verlassenen Mine hätte einen Mann in den USA beinahe das Leben gekostet. Nicht nur, dass er sich bei einem Sturz schwer verletzt. In der Tiefe lauern auch zahlreiche Klapperschlangen.

Die vorausschauende Absprache mit einem Freund hat einem Mann in den USA wahrscheinlich das Leben gerettet. John Waddell aus dem Bundesstaat Arizona kündigte seinem Kumpel Terry Schrader am Montag einen Ausflug zu einer verlassenen Mine an. Er hoffte, dort Gold zu finden.

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"Wir hatten immer einen Deal", erzählte Schrader dem Sender Fox10 Phoenix. Wenn sich Waddell am nächsten Tag nicht bei ihm melden würde, sollte er nach ihm sehen. Tatsächlich trat der Fall diesmal ein. Schrader bekam keinen Anruf von seinem Freund und konnte ihn auch nicht erreichen.

"Ich hatte Angst vor dem, was ich finden würde", so Schrader, der sich schließlich am Mittwoch mit seinem Pickup zu der verlassenen Mine auf den Weg machte. Als er dort ankam, hörte er Waddel bereits um Hilfe rufen. Der 62-Jährige war mindestens 15 Meter in den Minenschacht gestürzt und hatte sich beide Beine gebrochen.

Gefährliche Reptilien

Er hatte zwar ein Mobiltelefon dabei, in dem Schacht aber keinen Empfang. So angeschlagen geriet er zudem in Lebensgefahr, weil mehrere Klapperschlangen die Mine zu ihrem Heim gemacht hatten. Als Waddell gerettet wurde, hatte er drei von ihnen bereits getötet.

Schrader hatte in einiger Entfernung immerhin gerade genug Handynetz, um Hilfe zu holen. Nach sechs weiteren Stunden konnten Einsatzkräfte den Verunglückten schließlich bergen. Er wurde sofort ins Krankenhaus geflogen, wo er wegen der Brüche und Austrocknung behandelt wurde. "Er ist ein sehr glücklicher Mensch", sagte Einsatzkommandant Roger Yensen vom Bergrettungsdienst des Maricopa County Sheriff. 

Quelle: n-tv.de, sba

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