Panorama

Fall Bergisch Gladbach Mann wegen Missbrauchs-Netz angeklagt

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Ermittlungen im Fall Bergisch Gladbach zogen weite Kreise.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im vergangenen Oktober spüren Ermittler aus NRW eine bundesweit aktives Netzwerk von Pädokrimellen auf. Durch Ermittlungen gegen einen Mann aus Bergisch Gladbach kommen immer mehr Missbrauchsfälle und Verbindungen von Tatverdächtigen ans Licht. Nun wird ein 43-Jähriger angeklagt.

Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat die Staatsanwaltschaft Köln Anklage gegen einen 43-Jährigen erhoben, dessen mutmaßliche Taten Ausgangspunkt für bundesweite Ermittlungen gegen ein Netzwerk von Pädokriminellen waren. Dem gelernten Koch und Hotelfachmann aus Bergisch Gladbach werden 79 Straftaten zur Last gelegt, wie das Kölner Landgericht mitteilte. Dazu zählen neben Kindesmissbrauch auch Vergewaltigung und Verabredung zu einem Verbrechen.

Der Mann soll unter anderem seine eigene 2017 geborene Tochter missbraucht haben und Bild- und Videomaterial der Taten an gleichgesinnte Chatpartner verschickt haben. Auch soll der 43-Jährige gemeinsam Straftaten mit einem Chatpartner aus Kamp-Lintfort begangen haben. Dabei wurden laut Anklage der Sohn und die Tochter dieses Chatpartners sowie die Tochter des 43-Jährigen nach vorheriger Verabredung sexuell missbraucht.

Der Mann aus Bergisch Gladbach wurde im vergangenen Herbst festgenommen und sitzt seit dem 23. Oktober in Untersuchungshaft. Das Landgericht Köln will nun zeitnah über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Der Strafprozess könnte im Sommer beginnen. Die im vergangenen Oktober aufgenommenen Ermittlungen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach richten sich bundesweit gegen mehrere Dutzend Beschuldigte. Allein in Nordrhein-Westfalen sitzen neun Verdächtige in Untersuchungshaft.

Quelle: ntv.de, sgu/AFP