Panorama

Erbe des Bürgerkriegs"Matthew" spült Kanonenkugeln an

10.10.2016, 14:41 Uhr
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Rostige Kugeln im Sand. (Foto: AP)

Mit heftigem Wind und gewaltigen Regenmassen zieht Hurrikan "Matthew" auch über die US-Ostküste. Als das Unwetter vorüber ist, kommt an einem Strand in South Carolina Historisches zutage.

Hurrikan "Matthew" tobte heftig an der US-Ostküste, richtete beachtliche Zerstörungen an und forderte auch Menschenleben. An einem Strand in South Carolina wurden dabei seltsame Dinge freigespült, die schließlich sogar ein Bombenentschärfungskommando auf den Plan riefen. Denn offenbar handelt es sich dabei um Kanonenkugeln aus dem US-Bürgerkrieg.

Ein Sprecher des Sherriffs von Folly Beach sagte, die Kanonenkugeln seien am Sonntagnachmittag entdeckt worden. Die Experten konnten aber zunächst wegen der einsetzenden Flut nicht bis zu den Fundstücken vordringen. Später wurde festgestellt, dass es sich insgesamt um 16 teils stark verrostete Kanonenkugeln handelte.

Auf Bildern sind die Kugeln im Sand deutlich zu erkennen. Inzwischen entschieden die Experten, einige der etwa 150 Jahre alten Kanonenkugeln zu einem nahegelegenen Marinestützpunkt zu transportieren und andere gleich vor Ort zu sprengen. Auf Twitter bereitete das Büro des Sherriffs die Bevölkerung darauf vor, dass Detonationen zu hören sein könnten.

Der Bürgerkrieg begann 1861 in der Nähe von Fort Sumter. Dabei wurden sowohl explodierende als auch nicht-explodierende Kanonenkugeln verwendet. Einheimische vermuteten, dass die Kugeln unmittelbar neben einem Geschützstand lagerten. Nur so lasse sich erklären, dass so viele beieinander gefunden wurden.

1987 waren ganz in der Nähe die sterblichen Überreste von 14 Mitgliedern des 54. Massachusetts Freiwilligen Infanterie-Regiments gefunden worden. Der Chronik zufolge wurde Folly Beach Island 1863 während des Bürgerkrieges von Bundestruppen besetzt. Zeitweise waren 13.000 Soldaten hier.

Quelle: ntv.de, sba

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