Panorama

Nach dem Amoklauf von München McDonald's wagt einen Neuanfang

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Die Opfer bleiben unvergessen: Blumen und Stofftiere liegen gegenüber einer McDonald's-Filiale auf dem Gehweg vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die schreckliche Tat liegt nur wenige Wochen zurück: Ende Juli feuert ein 18-jähriger Schütze in einem Münchner Einkaufszentrum um sich. Das Schnellrestaurant, in dem die Bluttat begann, bemüht sich um eine Rückkehr zur Normalität.

Gut elf Wochen nach dem Amoklauf mit zehn Toten ist in München die McDonald's-Filiale am Olympia-Einkaufszentrum wieder geöffnet worden. In dem Schnellrestaurant hatte der 18-jährige Täter am 22. Juli fünf Jugendliche erschossen.

Insgesamt tötete der Amokschütze neun Menschen und nahm sich später das Leben. Bei der offiziellen Trauerfeier für die Opfer hatten Vertreter des Freistaats und der Kirchen die Tat als "Markstein in der Geschichte der Stadt" bezeichnet. Bundespräsident Joachim Gauck forderte bei einer Rede im bayerischen Landtag die Deutschen auf, sich nicht dem Hass von Amokläufern oder Attentätern zu unterwerfen.

Tödliche Schüsse im Schnellrestaurant

Die Filiale der US-Schnellrestaurantkette war zu einem Symbol für die furchtbare Tat eines Einzelnen geworden - und zu einem Ort der Trauer der betroffenen Angehörigen der Opfer. Die McDonald's-Filiale blieb nach der Tat zunächst geschlossen und wurde komplett umgebaut, wie ein Unternehmenssprecher erklärte. Unter anderem wurde die Eingangstür zu dem Restaurant verlegt.

Das Handyvideo eines Zeugen des Amoklaufes zeigte, wie der Schütze aus der Tür des Schnellrestaurants trat und auch auf Passanten schoss. Das Personal in der Filiale besteht sowohl aus Mitarbeitern, die vor dem Amoklauf schon dort gearbeitet haben wie auch aus neuen Mitarbeitern, wie der Sprecher sagte. Deren psychologische Betreuung sei "zeitlich unbegrenzt und leistet individuell psychologische Unterstützung, solange Bedarf besteht".

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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