Panorama

Mutante bei Reisendem entdeckt Melbourne geht erneut in den Lockdown

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Eine Menge Menschen werden heute leiden", sagt Victoria Ministerpräsident Daniel Andrews zum neuen Lockdown.

(Foto: imago images/AAP)

Australien gilt vielen im Kampf gegen die Corona-Pandemie als Vorbild. Das Land hat mit harten Maßnahmen die Seuche weitgehend im Griff. Damit dies so bleibt, fährt sich die zweitgrößte Stadt erneut für ein paar Tage beinahe komplett herunter - nachdem ein Fall der britischen Mutante nachgewiesen worden war.

Für Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne hat ein fünftägiger Lockdown begonnen. Das ganze Bundesland Victoria ist von dieser Maßnahme betroffen. Damit soll eine dritte Corona-Welle verhindert werden, die durch die Einreise eines Bürgers mit der hochinfektiösen britischen Variante entstehen könnte. "Eine Menge Menschen werden heute leiden", sagte Victoria Ministerpräsident Daniel Andrews. "Dies ist nicht die Situation, in der wir sein wollten, aber ich möchte nicht in zwei Wochen zurückschauen und wünschen, wir hätten diese Entscheidungen jetzt getroffen."

Nur bedingt von dem Lockdown betroffen ist das weltbekannte Tennisturnier "Australian Open", das zur Zeit in der Metropole Melbourne stattfindet. Nun allerdings ohne Zuschauer, die voraussichtlich erst am Donnerstag wieder Zutritt bekommen.

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Ansonsten sind alle Gastronomiebetriebe und Geschäfte, mit Ausnahme von Supermärkten, geschlossen. Die Menschen sind angewiesen, zu Hause zu bleiben. Sie dürfen sich nur für lebenswichtige Einkäufe sowie zwei Stunden Bewegung im Freien aufhalten. Im vergangenen Jahr ertrug Melbourne eine der weltweit strengsten und längsten Abriegelungen, die drei Monate anhielt.

Mehr als 800 Menschen starben an Corona während dieser zweiten Welle. Australien gilt als eines der erfolgreichsten Länder der Welt im Umgang mit der Pandemie, vor allem wegen des harten Lockdowns sowie dem Abschotten gegenüber Reisenden aus dem Ausland. Bei einer Bevölkerung von 25 Millionen Einwohnern gab es bisher rund 22.200 registrierte Infizierungen und 909 Todesfälle.

Quelle: ntv.de, jwu/rts