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Es kann glatt werden Mildere Luftmassen erreichen Deutschland

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Frost im Norden: Eisschollen treiben auf der Hamburger Binnenalster.

imago/Manngold

Der Höhepunkt der Kältewelle ist überschritten, doch der Winter hält Teile Deutschlands weiter fest im Griff. Vor allem im Osten und Norden geht es unerbittlich frostig zu. Im Westen und Süden beginnen die Temperaturen bereits wieder zu klettern.

Die Wetterlage teilt die Bundesrepublik kurz vor dem Wochenende in zwei Hälften: Insbesondere der Nordosten Deutschlands leidet weiter unter eisig kalten Witterungsbedingungen. Ein schneidender und böiger Ostwind habe morgens verbreitet für gefühlte Temperaturen zwischen minus 10 und minus 22 Grad gesorgt, teilweise sogar darunter, fasst n-tv Meteorologe Björn Alexander die Lage zusammen.

Auch die gemessenen Frühwerte fielen frostig aus: Die Wetterstationen verzeichneten Temperaturen zwischen minus 5 und minus 15 Grad, wobei es die kältesten Werte generell in der Osthälfte Deutschlands gab.

Doch nicht überall begann der Tag so kalt. Denn auf den Bergen im Süden machte sich der bevorstehende Wetterwechsel bereits deutlich bemerkbar, erklärt der Meteorologe. In den höheren Luftschichten habe sich nämlich schon mildere Luft durchgesetzt. Messbar war dieser Effekt vor allem auf dem Schauinsland, dem Feldberg im Schwarzwald, auf dem Nebelhorn oder dem Wallberg, wo am Freitagmorgen bereits milde 0 bis plus 3 Grad erreicht wurden.

"Tagsüber bleibt es heute mehrheitlich freundlich oder sonnig und trocken", lautet die Vorhersage für Freitag. "Dichtere Wolken ziehen derweil ganz im Norden durch und die können nach wie vor einzelne Schneeschauer mitbringen. Und das gilt ebenso von der Eifel bis herunter ins Allgäu, wo sich neben Schnee auch Regen untermischen und stellenweise für Glatteis sorgen kann."

Warme Luft trifft auf ausgekühlte Böden

Die Temperaturen dürften demnach ganz im Süden Deutschlands sowie am Rhein in einer Spanne zwischen 0 und plus 6 Grad liegen. Ansonsten bleibt es wohl beim Dauerfrost zwischen minus 6 und 0 Grad. "Dabei weht besonders über der Nordhälfte weiterhin der stark böige und eiskalte Ostwind", warnt der Meteorologe. "Und der führt neben Schneeverwehungen bei den Nordlichtern zu einem weiteren Problem: Die Autobahn A27 musste am Donnerstag wegen schlechter Sicht teilweise gesperrt werden. Aufgrund der Trockenheit wirbelt der starke bis stürmische Wind dort nämlich immer wieder Sand und Staub auf."

In den kommenden Tagen wird Deutschland dann vom angekündigten Wetterwechsel erfasst. "Am Wochenende steigen die Temperaturen Schritt für Schritt weiter an und sorgen besonders im Südwesten für Vorfrühlings-Gefühl bei bis zu 12 Grad", verspricht Björn Alexander. "Derweil hält im Nordosten noch der Winter dagegen und streckenweise kann es glatt werden."

Quelle: n-tv.de, mmo

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