Panorama

Abstriche bei Südafrika-Variante Moderna: Impfstoff schützt vor Mutanten

Eine Krankenpflegerin hält eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Moderna. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Bei der britischen Variante gebe es im Vergleich zu früheren Virusvarianten "keine signifikante Auswirkung" auf das Antikörper-Niveau, erklärte Moderna.

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Nach Biontech/Pfizer bescheinigt auch der US-Konzern Moderna seinem Impfstoff eine Wirksamkeit gegen Corona-Varianten. Die in Großbritannien entdeckte Mutante hat demnach keine Auswirkungen auf den Impfschutz. Widerspenstiger zeigt sich hingegen die Variante aus Südafrika.

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist nach Unternehmensangaben auch bei den zuerst in Großbritannien und Südafrika aufgetauchten neuen Virusvarianten wirksam. Laboruntersuchungen hätten gezeigt, dass die zweimalige Impfung zu neutralisierenden Antikörpern gegen die bisher entdeckten Virusvarianten führe, erklärte Moderna. Das gelte für die zunächst in Großbritannien aufgetauchte Variante B.1.1.7 und die in Südafrika aufgetauchte Variante B.1.351.

Bei der britischen Variante gebe es im Vergleich zu früheren Virusvarianten "keine signifikante Auswirkung" auf das Antikörper-Niveau, erklärte Moderna. Bei der südafrikanischen Variante sei die Menge der Antikörper zwar um das Sechsfache geringer; dies sei aber nach wie vor ausreichend, um Schutz vor dem Virus zu bieten. Moderna will aber als Vorsichtsmaßnahme eine zusätzliche Auffrischungsimpfung - also eine dritte Dosis - testen.

Das Biotech-Unternehmen entwickelt außerdem einen Auffrischungsimpfstoff eigens für die südafrikanische Variante. Die Phase-1-Studie dazu soll bald starten. "Für den Fall, dass dieses Virus weiter in diese Richtung mutiert und in einem Jahr immer noch in irgendeiner Form zirkuliert, halten wir es für klug, dass wir Mittel wie einen Auffrischungsimpfstoff haben, um dem zu begegnen", sagte Moderna-Präsident Stephen Hoge in einem Interview. Moderna geht davon aus, dass die Auffrischungsimpfung in Kombination mit anderen Impfstoffen verabreicht werden kann.

Für die Untersuchung des Moderna-Impfstoffs wurden Blutproben von acht Menschen untersucht, die zwei Dosen des Impfstoffes erhalten hatten. Vergangene Woche hatten das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer erklärt, dass ihr Impfstoff auch gegen die britische Corona-Mutante wirksam ist.

Quelle: ntv.de, kst/AFP/DJ