Panorama

Hinweise nach ZDF-Sendung Mordfall wohl nach fast 24 Jahren aufgeklärt

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Der Mörder von Wilfried Kalitz soll ebenfalls aus der Nähe von Aachen kommen.

(Foto: Polizei Aachen)

Im Dezember 1996 wird die Leiche eines Mannes in einer nordrhein-westfälischen Kiesgrube entdeckt. Die Ermittler gehen von Mord aus, doch erst nach fast 24 Jahren kann die Identität des Toten geklärt werden. Nun nimmt die Polizei einen Tatverdächtigen fest.

Die Polizei hat einen Verdächtigen verhaftet, der 1996 einen Mann aus Würselen bei Aachen ermordet haben soll. Die Identität des Toten war erst nach fast 24 Jahren durch Hinweise nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" geklärt worden. Dank eines Phantombildes fanden die Ermittler heraus, dass es sich bei dem Toten um Wilfried Kalitz aus Würselen handelte.

Anfang September waren die Ermittler mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit gegangen und hatten Erfolg. Mehrere Hinweise seien danach eingegangen, die zu Ermittlungen und letztlich zur Festnahme des Tatverdächtigen geführt hätten, erklärte die Aachener Staatsanwaltschaft. Nach Angaben der Polizei sitzt er seit vergangenem Mittwoch in Untersuchungshaft.

Die nackte Leiche des mit vielen Schlägen ermordeten Mannes war am 8. Dezember 1996 am Abhang einer Kiesgrube bei Rheurdt (Kreis Kleve) entdeckt worden, mehr als 100 Kilometer vom Wohnort des Opfers entfernt. Die Ermittler hatten erklärt, das Mordopfer sei 43 Jahre alt gewesen, geschieden und habe Sohn und Tochter. Da der Mann verschuldet gewesen sei, habe die Familie angenommen, dass er sich abgesetzt habe. Vermisst gemeldet wurde er nie.

Schon als vor gut einem Monat die Identität des Toten veröffentlicht wurde, war die Polizei sicher, dass der zwischendurch als "Cold Case" eingestufte Fall gelöst werden kann. Die Krefelder Ermittler erklärten damals, es gebe Ansätze, und vermuteten, dass es in dem Mordfall Mitwisser gebe. Einzelheiten sollen bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (7. Oktober) bekannt gegeben werden.

Quelle: ntv.de, mba/dpa