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Nach SUV-Unfall in Berlin Müller will Gefahrenstellen beseitigen

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Kinder sollen auf dem Weg zu Schule und Kita besser geschützt werden, fordern die Initiatoren einer Online-Petition.

(Foto: dpa)

Während die genauen Umstände des tragischen Unfalls mit vier Toten in Berlin weiter unklar sind, will die Politik nun handeln. Berlins Regierender Bürgermeister Müller erklärt laut einem Medienbericht seine Bereitschaft, die Straße des Unfallorts sicherer zu machen. Der Anstoß dafür kommt von einer Online-Petition.

Nach dem SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin zeichnen sich Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit in der Umgebung des Unfallorts ab. In einem offenen Brief an Initiatoren einer entsprechenden Online-Petition schrieb Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, er unterstütze den Wunsch, "zeitnah dort bestehende Gefahrenstellen zu beseitigen, sowie den Schul- und Kitaweg für eine Vielzahl von Kindern nachhaltig zu sichern" in jeder Hinsicht, berichtet die "Berliner Morgenpost".

Der SPD-Politiker will sich zudem zusammen mit Verkehrssenatorin Regine Günther und dem Bezirksbürgermeister von Mitte Stephan von Dassel, die beide den Grünen angehören, mit den Initiatoren der Online-Petition treffen. Der Unfall habe alle bewegt, schreibt Müller in dem Brief. "Daher gebe ich Ihnen vollkommen Recht, wenn Sie sagen, wir müssen uns ansehen, was wir konkret tun können, damit solchen schrecklichen Ereignissen zukünftig vorgebeugt werden kann."

Die Menschen hinter der Online-Petition auf dem Portal change.org fordern eine Ausdehnung bestehender Tempo-30-Zonen auf den Teil der Invalidenstraße zwischen Brunnenstraße und Nordbahnhof, auf dem sich auch der tragische Unfall ereignet hatte. Zudem soll der Verkehr durch Maßnahmen wie Zebrastreifen und eine "vollwertige" Ampelanlage beruhigt werden. Initiator Julian Kopmann schreibt in dem Aufruf, der Unfall sei für ihn und "viele Menschen in meinem Umfeld" ein Weckruf gewesen. Zuletzt hatten mehr als 10.000 Teilnehmer die Petition unterstützt.

SUV geriet in die Gegenfahrbahn

Auf der Ecke Invaliden-/Ackerstraße in Berlin-Mitte war am 6. September ein Sportgeländewagen (engl.: Sport Utility Vehicle, Abk.: SUV) an einer Kreuzung über die Gegenfahrbahn hinweg von der Straße abgekommen. Das Auto rammte eine Ampel, überfuhr vier Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den vier Todesopfern war ein dreijähriger Junge.

Die Unfallursache ist noch nicht abschließend geklärt. Gegen den Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Geprüft wird auch, inwiefern gesundheitliche Probleme des Fahrers eine Rolle gespielt haben könnten. Der Unfall war bundesweit in die Schlagzeilen gekommen und hat eine Debatte über die Zulässigkeit von SUV in Innenstädten ausgelöst.

Quelle: n-tv.de, kst

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