Panorama

100 Schuss zur Vorbereitung Münchener Amokläufer übte im Keller

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Ali David S. erschoss im Juli neun Menschen, dann sich selbst. Der Münchener Amokschütze übte sein mörderisches Handwerk offenbar zuvor im Keller.

Der Amokschütze von München hat vor der Tat im eigenen Keller mit der späteren Tatwaffe Schießen geübt. Das bestätigte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) dem Bayerischen Rundfunk.

Kurz nach der Tat wurden im Keller des Mehrfamilienhauses Einschusslöcher in einer Wand festgestellt und Projektile gesichert. Diese stammten aus der späteren Tatwaffe. Tests ergaben außerdem, dass die Schüsse in den Wohnungen darüber nicht wahrgenommen werden konnten.

Der 18-Jährige namens David Ali S. hatte im Mai über das sogenannte Darknet - einen Teil des Internets - die Tatwaffe mit zunächst 100 Schuss Munition erworben. Diese verbrauchte er dem Bayerischen Rundfunk zufolge für das Üben mit der Waffe im Keller. Später kaufte er weitere Munition - 350 Schuss, die er bei dem Amoklauf einsetzte. Am Abend des 22. Juli erschoss der Amokschütze neun Menschen und kurz darauf sich selbst.

Den Ermittlern zufolge suchte S. sich seine Opfer gezielt nach optischen Merkmalen aus. Er hatte es demnach auf junge, lässig gekleidete Leute abgesehen. Von solchen Personen fühlte er sich offenbar gemobbt und wollte Rache nehmen. Diese richtete sich den Ermittlern zufolge allerdings nicht auf konkrete Personen, sondern willkürlich auf Menschen, die grob in sein Raster fielen.

Quelle: ntv.de, ieh/dpa