Panorama

Inferno in der Ukraine Munitionsdepot steht in Flammen

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Das Feuer verwandelte den ukrainischen Nachthimmel in ein Flammenmeer.

(Foto: REUTERS)

In einem Munitionsdepot 200 Kilometer westlich von Kiew lagern viele Artilleriegranaten. Als ein Brand ausbricht, verursachen sie ein Inferno am Himmel. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

In der Ukraine ist eines der größten Munitionslager des Landes am Dienstagabend in Brand geraten. Die Behörden ordneten die Evakuierung der umliegenden Dörfer an und sperrten den Luftraum in einem Radius von 50 Kilometern. Die Ursache blieb zunächst unklar.

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Durch das Feuer gingen viele Artelliegranaten in die Luft.

(Foto: REUTERS)

Dem ukrainischen Militär zufolge brach das Feuer gegen 22.00 Uhr Ortszeit (MESZ) aus. Daraufhin seien zahlreiche in dem Depot gelagerte Artilleriegranaten explodiert, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenseite "Ukrainska Prawda". Alle Bewohner der Ortschaft Kalyniwka und zweier benachbarter Dörfer wurden in Sicherheit gebracht. Auch ein Teil der Straßen in der Region wurde gesperrt und der Bahnverkehr teilweise umgeleitet.

Das Munitionslager liegt rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Kiew. Es ist 20 Kilometer von der 370.000 Einwohner zählenden Stadt Winnyzja entfernt. Nach Angaben von deren Bürgermeister Sergej Morgunow besteht aber keine Gefahr, dass sie von Granatsplittern getroffen werden könnte. Ministerpräsident Wolodimir Groisman traf kurz nach Mitternacht in Winnyzja ein, um persönlich die Arbeit der Behörden zu koordinieren. Er war bis 2014 selbst Bürgermeister der Stadt.

Bekanntes Unglück

Im März hatte ein Brand in einem riesigen Waffen- und Munitionslager im Osten des Landes zu tagelangen Explosionen geführt, bei denen ein Mensch getötet wurde. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Das Depot in der Stadt Balaklija liegt rund hundert Kilometer von den ostukrainischen Gebieten entfernt, die von den prorussischen Aufständischen kontrolliert werden.

Im Oktober 2015 starben zwei Menschen bei einer Serie von Explosionen in einem weiteren, direkt an der Frontlinie gelegenen Munitionsdepot. In dem Konflikt der prorussischen Rebellen gegen Kiews Regierungstruppen wurden seit April 2014 mehr als 10.000 Menschen getötet.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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