Panorama

Nach Anschlägen in Moscheen Muslime kehren an Massaker-Ort zurück

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In der Al-Nur-Moschee kam es zu einem Anschlag mit zahlreichen Toten.

(Foto: dpa)

Muslime im neuseeländischen Christchurch versuchen nach dem Massaker allmählich wieder zum Alltag zurückzukehren. Erstmals seit den Anschlägen beten einige Gemeindemitglieder wieder in der angegriffenen Al-Nur-Moschee. Doch zur Normalität zurückzukehren ist schwierig.

Gut eine Woche nach dem tödlichen Anschlag im neuseeländischen Christchurch haben muslimische Gläubige wieder in der größten Moschee der Stadt gebetet. Zunächst durften bis zu 15 Menschen gleichzeitig das Gotteshaus betreten, wie Saiyad Hassen, ein Freiwilliger der angegriffenen Al-Nur-Moschee, sagte. Dadurch solle "ein wenig Normalität" wiederhergestellt werden. Wann die Moschee wieder vollständig geöffnet wird, blieb zunächst offen.

Die Polizei hatte die Moschee zuvor für Ermittlungen und aus Sicherheitsgründen gesperrt. Einer der ersten Gläubigen, der die Moschee betrat, war ein Überlebender des Anschlags, Vohra Mohammad Huzef. "Alle wollen wieder hinein, um Gott zu loben und Anschluss zu finden. Das ist der Mittelpunkt unserer Gemeinde", sagte Huzef.

Während des Freitagsgebets vergangene Woche hatte ein australischer Rechtsextremist in zwei Moscheen in Christchurch auf Gläubige geschossen und 50 Menschen getötet. Im droht lebenslange Haft. Am Freitag kamen in Istanbul auch Vetreter islamischer Staaten zusammen, um gemeinsam über mögliche Folgen der Moschee-Anschläge zu diskutieren.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP

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