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Trotz trotz umgehend eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag die Jugendliche ihren schweren Verletzungen.
Trotz trotz umgehend eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag die Jugendliche ihren schweren Verletzungen.(Foto: picture alliance / Lukas Schulze)
Donnerstag, 08. März 2018

Mord in Berlin?: Mutter findet sterbende 14-jährige Tochter

Eine Mutter findet ihre Tochter schwer verletzt in einer Wohnung im Berliner Stadtteil Alt-Hohenschönhausen. Ärzte können das Mädchen nicht mehr retten. Die Mordkommission ermittelt.

Eine 14-Jährige ist in einer Berliner Wohnung getötet worden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen anhand der Verletzungen von einem Gewaltverbrechen aus. Wie die Ermittler mitteilten, hatte die Mutter die Jugendliche am frühen Mittwochabend noch lebend, aber mit schweren Verletzungen in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Alt-Hohenschönhausen gefunden.

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Die Frau rief den Angaben zufolge Polizei und Rettungskräfte, diese konnten der 14-Jährigen jedoch nicht mehr helfen - sie starb. Hintergründe und Tatgeschehen sind laut Polizei noch völlig unklar.

Zu der Frage, ob der Fundort der Verletzten auch ihr Zuhause war, wollte die Polizei keine Angaben machen. Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" soll das Mädchen mit mehreren Messerstichen getötet worden sein. Rechtsmedizinische Untersuchungen untermauerten indes den ersten Verdacht der Ermittler, dass die Jugendliche getötet wurde. Eine Obduktion der Leiche habe das bestätigt, teilte die Staatsanwaltschaft bei Twitter mit. "Weitere Details können derzeit im Hinblick auf die Ermittlungen nicht veröffentlicht werden."

Polizei prüft Beziehungstat

Eine Beziehungstat könne nicht ausgeschlossen werden. Aus ermittlungstaktischen Gründen wolle man nicht zu Berichten äußern, wonach das Mädchen durch Messerstiche getötet wurde. Die Tatausführung sei Täterwissen, sagte ein Polizeisprecher.

Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Kriminaltechniker durchsuchten in der Wohnung der Eltern, um Spuren zu sichern. Sie durchkämmten außerdem ein angrenzendes Baugrundstück. Die Mutter wird psychologisch betreut. Auch Nachbarn seien zu dem Opfer befragt worden. Eine Hundertschaft der Polizei suchte am Morgen und am Vormittag die Umgebung ab, unter anderem um die möglicherweise weggeworfene Tatwaffe zu finden.

In den vergangenen Monaten hatte es bundesweit mehrere Fälle gegeben, bei denen Jugendliche umgebracht wurden - dabei waren oftmals Messer im Spiel. Ende Februar hatte in Dortmund eine 15-Jährige nach einem Streit unter Teenagern eine Stichwunde in der Brust erlitten. Im Januar war ein 14-Jähriger im westfälischen Lünen bei einer Messerattacke an einer Schule umgekommen, Ende Dezember 2017 eine 15-Jährige in einem Drogeriemarkt in Kandel in der Pfalz erstochen worden.

Quelle: n-tv.de