Panorama

Tragischer Todesfall in England Mutter macht sechs Tage Party - Tochter stirbt

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Die Mutter rief den Notruf an und sagte, dass ihr Baby nicht mehr aufwacht. (Symbolfoto)

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehrere Tage lang feiert eine junge Mutter in England ihren 18. Geburtstag. Ihre 20 Monate alte Tochter ist derweil allein zu Hause. Als die Frau zurückkehrt, ist das Baby tot. Die Obduktion sieht Vernachlässigung als Todesursache. Vor Gericht bekennt sich die Mutter schuldig.

Um ihren 18. Geburtstag zu feiern, hat eine junge Mutter in England ihre kleine Tochter tagelang alleine gelassen - das Mädchen starb. Die mittlerweile 19-Jährige räumte vor Gericht Totschlag ein, wie die Zeitung "The Times" berichtete. Das 20 Monate alte Mädchen sei an Vernachlässigung gestorben, ergab die Obduktion. Es litt Hunger und Durst und bekam eine Grippe.

Mutter und Tochter lebten in einer Sozialwohnung in der südenglischen Küstenstadt Brighton. Sozialarbeiter haben ein Büro in dem Komplex, die Wohnungen werden aber nach Behördenangaben nicht kontrolliert. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten, dass der Teenager die Wohnung am Nachmittag seines 18. Geburtstags verließ und erst sechs Tage später zurückkehrte. In der Zwischenzeit feierte die junge Frau teilweise mehr als 200 Kilometer von Brighton entfernt, in London, Coventry und Solihull.

Vor Gericht bekannte sich die 19-Jährige schuldig, ihre Tochter zwischen dem 4. und 12. Dezember 2019 getötet zu haben. Sie sprach lediglich, um ihren Namen zu bestätigen und das Schuldbekenntnis abzugeben. Wie die "Times" berichtet, hielt sie ihre Hände vor das Gesicht und wischte sich eine Träne aus dem Auge, nachdem die Anklage wegen Totschlags verlesen wurde. Ihr Vater war im Gerichtssaal anwesend.

Die Mutter hatte am 11. Dezember gegen 18 Uhr die Notruf-Nummer 999 gewählt, um mitzuteilen, dass ihr Baby nicht mehr aufwachen würde. Bei der Ankunft im Royal Alexandra Children's Hospital in Brighton wurde es schließlich für tot erklärt.

Der leitende Ermittlungsbeamte Andy Wolstenholme sagte: "Dies war ein besonders erschütternder Ermittlungsfall für mein Team und mich. Wir nehmen das Schuldeingeständnis in diesem Fall zur Kenntnis und bereiten uns weiterhin auf die Verurteilung im Mai vor." Der Schuldspruch wird für den 28. Mai erwartet.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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