Panorama

Tsunami-Warnung aufgehobenNachbeben erschüttern japanische Insel

15.04.2016, 20:22 Uhr
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Bei dem ersten Beben am Donnerstag kamen neun Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. (Foto: dpa)

Einen Tag nach einem schweren Beben erschüttern mehrere Nachbeben Japans südlichste Hauptinsel Kyushu. Menschen liefen in Panik herum, heißt es. Eine zunächst ausgegebene Tsunami-Warnung wird wieder zurückgezogen.

Japans südlichste Hauptinsel Kyushu ist nach dem schweren Erdbeben mit neun Toten von mehreren starken Nachbeben erschüttert worden. Das GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam gab für das vorerst heftigste Beben in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) zunächst eine Stärke von 6,8 an, später von 7,0. Diesen Wert gab auch die US-Erdbebenwarte USGS an, die japanische Meteorologiebehörde nannte einen Wert von 7,1.

Das Epizentrum lag demnach südlich der Großstadt Kumamoto in einer Tiefe von zehn Kilometern. Helfer suchten laut Medienberichten an verschiedenen Stellen nach Verschütteten. Laut einem Bericht des Rundfunksenders NHK brach in der Stadt Kumamoto eine Brücke zusammen.

"Das jüngste Beben fühlte sich so stark wie das ursprüngliche an - oder noch stärker", sagte Shotaro Sakamoto von der Präfektur in Kumamoto. Auf den Straßen liefen viele Menschen "in Panik" herum. Für Samstag war ein Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Kyushu angekündigt.

Vorübergehende Tsunami-Warnung

Die japanische Meteorologiebehörde gab nach dem neuerlichen Beben eine Tsunami-Warnung für die Westküste der Kyushu-Insel aus, die aber nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde. Auf Kyushu sind zahlreiche Produktionsstätten angesiedelt, unter anderem aus der Auto-, Stahl- und Schiffbauindustrie.

Beim schwersten Erdbeben seit fünf Jahren in Japan waren am Donnerstag mindestens neun Menschen in der Region ums Leben gekommen. Mindestens 1100 Menschen wurden verletzt, wie die Einsatzkräfte bekanntgaben. In den Stunden danach folgten Dutzende Nachbeben.

Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt. Weil beim Bau auf stabile Statik geachtet wird, bleiben die Schäden an Gebäuden auch bei stärkeren Beben meist gering.

Quelle: ntv.de, mli/dpa/AFP

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