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Seit zwölf Jahren verschwunden Neuer Verdächtiger im Fall Maddie McCann

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Maddie McCann war drei Jahre alt, als sie verschwand.

(Foto: picture alliance / epa efe Real )

Vor zwölf Jahren verschwindet die damals dreijährige Britin Madeleine McCann spurlos aus einer Ferienanlage in Portugal. Die Suche scheint seit Jahren erfolglos, doch jetzt sprechen portugiesische Medien von neuen Hinweisen und einem neuen Verdächtigen.

Die portugiesische Polizei hat einen neuen Verdächtigen im Fall der verschwundenen Madeleine "Maddie" McCann. Das berichtet die britische Zeitung "The Sun". Auch neue Hinweise, was vor zwölf Jahren in der portugiesischen Ferienanlage an der Algarve geschah, werten die Ermittler derzeit aus. Demzufolge habe nicht nur Scotland Yard neue Gelder für die Suche nach dem Mädchen beantragt. Auch die Polizei in Porto, dem Tatort von damals, habe die Ermittlungen wieder verstärkt.

"The Sun" berichtet, dass ein ausländischer Pädophiler verdächtigt wird, das Kind entführt zu haben. Er sei polizeibekannt. Mehr Details würden im Moment noch nicht an die Öffentlichkeit gehen, um die Ermittlungsarbeit nicht zu gefährden.

Maddie McCann verschwand im Jahr 2007 im Alter von drei Jahren und wird in diesem Monat 16 Jahre alt, wenn sie noch am Leben ist. Die Ermittler gehen nicht davon aus. Erst vor wenigen Wochen war auf der Streamingplattform Netflix eine Dokumentation über den Fall veröffentlicht worden. Darin werden mehrere Verdächtige, wie etwa die Eltern von Maddie McCann, noch einmal genauer beleuchtet.

Kurz nach dem Verschwinden geriet das Paar ins Visier der Ermittler. Ein Leichenspürhund hatte in dem Mietwagen der Familie angeschlagen. Später stellte sich allerdings heraus, dass der Wagen von den Eltern gemietet worden war, nachdem Maddie bereits verschwunden war. Auch wenn die Ermittler sich danach auf andere Verdächtige konzentrierten, wurden die Eltern den Verdacht, selbst etwas mit einem möglichen Verbrechen an ihrer Tochter zu tun zu haben, nicht mehr los. "Madeleine wird in diesem Monat 16. Es ist nicht möglich auszudrücken, wie wir uns fühlen", schreiben die Eltern Gerry und Kate McCann auf ihrer Webseite Find Madeleine. Zu den neuen Entwicklungen äußern sie sich nicht.

Quelle: n-tv.de, joh

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