Panorama

Stadt der coolen Leute "New York Times" rät zum Leipzig-Besuch

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Leipzig hat es den Redakteuren in New York angetan.

(Foto: imago images/STAR-MEDIA)

Als "das neue Berlin" bewirbt die "New York Times" die sächsische Metropole Leipzig als Reiseziel. Auch Oberammergau ist einen Ausflug wert - immerhin sei man unter anderem in einer Stunde in München. In Österreich lockt das "Disneyland der klassischen Musik". Und bei der Grönland-Visite dränge die Zeit.

Die "New York Times" hat auf ihre Liste von 52 Reisezielen für dieses Jahr auch zwei deutsche Orte aufgenommen. Seinen Lesern empfiehlt das Blatt Ausflüge nach Leipzig und Oberammergau sowie ins österreichische Salzburg. Dabei schaffte es die sächsische Metropole immerhin auf Platz 35. Die Zeitung bezeichnete die Stadt als "cool-kid town" (Stadt der coolen Leute). Sie überzeuge mit ihrer modernen Wandlung: "30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung wurden die einst tristen Fabriken Leipzigs von Lofts, Galerien, Werkstätten, Clubs und Restaurants abgelöst."

Hervorgehoben werden ferner die lebendige Kulturszene und das Nachtleben der Stadt, in der auch Zehntausende Studenten leben. Dabei habe "das neue Berlin" seine Wurzeln nicht vergessen und beleuchtet 2020 in einer Ausstellung auch seine Industriegeschichte.

Ebenfalls in das Ranking neben Städten wie Washington, Paris, Tokio, Lima, Plymouth und Addis Abeba schaffte es die oberbayerische 5000-Einwohner-Gemeinde Oberammergau, bei der die nur alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele gepriesen werden. Hervorgehoben wird dabei der Ansatz einer modernen Inszenierung der Passion Christi, in der die Relevanz von Jesus auch für die heutige Zeit hervorgehoben werde. Für erwähnenswert hält die "New York Times" offenbar auch, dass man mit dem Zug zu später Stunde noch nach München kommt.

Die Mozartstadt Salzburg in Österreich an der Grenze zu Deutschland hebt die "New York Times" nicht nur wegen ihres berühmten Komponisten-Sohnes hervor. "Die Salzburger Festspiele, das Davos oder das Disneyland der klassischen Musik, feiern dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen", erklärt die Zeitung und freut sich schon auf Anna Netrebko und Cecilia Bartoli. Wer sich dafür nicht interessiere, für den bleibe immer noch die barocke Pracht und das hervorragende Schnitzel.

Auf Platz eins der Liste schaffte es die US-Hauptstadt Washington. Auf den vierten Rang setzte die Zeitung Grönland. Der zu Dänemark gehörende Landstrich war im vergangenen Jahr durch Begehrlichkeiten von US-Präsident Donald Trump weltweit in den Fokus gerückt. Die NYT empfiehlt unabhängig davon aber noch fix vorbeizuschauen - denn die Eisdecken schmelzen rasch und in drei Jahren eröffnen zwei neue Flughäfen. Damit sei es nun an der Zeit, ein "intaktes Grönland" zu erkunden.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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