Nicht zu rettenIn Dänemark gestrandete Pottwale gestorben

Schon zum dritten Mal in diesem Jahr stranden Pottwale in Dänemark. Auf dem Weg nach Süden haben sich die Tiere vermutlich verirrt - mit tragischen Folgen.
Die in den vergangenen Tagen vor der dänischen Insel Fanø gestrandeten Pottwale sind allesamt tot. Dem Fernsehsender DR zufolge sind am Freitag vier Pottwale zwischen Fanø und der Halbinsel Skallingen entdeckt worden. Im Laufe des Samstags seien zwei weitere Tiere hinzugekommen.
Bei den nun gestrandeten Tieren handelt es sich demnach um junge Männchen. Die Kieferknochen werden der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge von den toten Tieren abgesägt und zur weiteren Analyse an die Universität Kopenhagen geschickt. Die Analyse soll eine Altersbestimmung der Wale ermöglichen. Zur Anzahl und zum Zustand der gestrandeten Tiere gab es noch am Samstag unterschiedliche Angaben. Zunächst hieß es, einige Tiere seien noch am Leben.
Es ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass Pottwale in Dänemark stranden. Erst vor drei Wochen tauchte ein fast 14 Meter langes Tier an einem Strand in Nordjütland auf. Wenige Tage später wurde ein weiterer Pottwal auf einer Sandbank in der Nähe der Stadt Esbjerg entdeckt. Vor den aktuellen Vorfällen war der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge zuletzt vor zehn Jahren ein Pottwal in Dänemark gestrandet.
Es sei kein Zufall, dass es die Männchen sind, die stranden, sagte ein Experte im dänischen Fernsehen. "Die Männchen ziehen nach Norden und fressen sich satt. Sobald sie satt sind, ziehen sie wieder nach Süden, um sich zu paaren", erläuterte der Biologieprofessor Peter Teglbjerg Madsen. Sie landeten an dänischen Küsten, weil sie "in der Nähe von Irland falsch abbiegen".
Zu dieser Jahreszeit wandern männliche Wale laut der dänischen Umweltschutzbehörde aus den kalten Gewässern der Arktis in wärmere Gebiete südlich von England. Manchmal verirren sie sich dabei und geraten in flachere Gewässer. Nur selten gelingt es dann, die Tiere zu retten.