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Hochgiftiges Quecksilber an Bord Norwegen will Wrack von U-864 versiegeln

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Das Wrack von U-864 liegt in vor der Insel Fedje in 150 Metern Tiefe.

(Foto: dpa)

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs versenken die Briten ein deutsches U-Boot vor der norwegischen Küste. Mit an Bord sind auch 67 Tonnen Quecksilber. Das hochgiftigte Metall könnte zur Gefahr für die Umwelt werden. Politik und Umweltorganisationen sind alarmiert.

Ein 1945 vor Norwegens Küste versenktes deutsches U-Boot mit 67 Tonnen hochgiftigem Quecksilber an Bord soll zum Schutz von Meerestieren abgedeckt werden. Die norwegische Regierung will für die Versiegelung des Wracks und rund 47.000 Quadratmeter Meeresboden im kommenden Jahr rund 3,5 Millionen Euro bereitstellen. Insgesamt soll das Projekt bis Ende 2020 zwischen rund 11,6 Millionen und 31,6 Millionen Euro kosten. Ein finaler Beschluss des Parlaments steht noch aus.

Anwohner und Umweltorganisationen halten das bloße Abdecken des Wracks für nicht ausreichend. Sie fordern im norwegischen Rundfunk NRK, dass U-864 gehoben und das Quecksilber entfernt wird. Das hatten auch die damaligen Oppositions- und jetzt Regierungsparteien Høyre und Fremskrittspartiet versprochen. Mittlerweile sind aber auch sie für ein Abdecken des Wracks. Nach Angaben des Verkehrsministeriums hätten Untersuchungen ergeben, dass eine Bergung zu riskant sei.

Das von einem britischen U-Boot mit einem Torpedo versenkte und in zwei Teile gesprengte U-864 liegt in rund 150 Metern Tiefe vor der Insel Fedje an Norwegens Westküste, unweit der Hafenstadt Bergen. Das Wrack wurde 2003 nach Hinweisen von Fischern durch ein Marineschiff entdeckt.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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