Panorama

Feuerwehrleute riskierten Leben Notre-Dame stand kurz vor dem Einsturz

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Viel hätte nicht gefehlt, dann wäre das gesamte Gotteshaus niedergebrannt.

(Foto: REUTERS)

Angesichts des gewaltigen Feuers in Notre-Dame konnten viele kaum glauben, dass die Grundmauern der Kirche gehalten hatten. Nun wird deutlich: Beinahe hätte die Feuerwehr den Wettlauf gegen die Zeit verloren.

Die Kathedrale Notre-Dame ist bei dem Großfeuer am Montagabend nur knapp der kompletten Zerstörung entgangen. Die französischen Behörden gaben am Dienstagabend bekannt, dass die Kirche innerhalb von 15 bis 30 Minuten eingestürzt wäre, wenn es der Feuerwehr nicht gelungen wäre, den Brand zu löschen.

Die Einsatzkräfte hatten den Brand unter Kontrolle bekommen, bevor er die gotischen Glockentürme erreichen konnte. Nach Angaben der Behörden riskierten einige Feuerwehrleute ihr Leben, um eine Wasserwand zwischen dem Feuer und den Türmen zu halten. So konnte eine größere Katastrophe abgewendet werden. Der französische Innenstaatssekretär Laurent Nuñez nannte den Einsatz der Feuerwehrleute "mutig und entschlossen", sie hätten das Gebäude gerettet. "Wir wissen jetzt, dass alles auf 15 bis 30 Minuten ankam", sagte er.

Die Erkenntnis, wie nah man dem Totalverlust der berühmten Kathedrale gekommen war, hatten Polizisten nach der Befragung von Arbeitern, die an der Restaurierung der Kirche beteiligt waren. Die Befragungen sind Teil der staatsanwaltlichen Ermittlungen, um die Ursache des verheerenden Brandes zu erfahren.

Der Pariser Staatsanwalt Rémy Heitz teilte zudem mit, dass bereits um 18:20 Uhr ein erster Feueralarm ausgelöst wurde. Beim Eintreffen der Feuerwehr konnte zunächst aber kein Brandherd entdeckt werden. Um 18:43 Uhr gab es dann einen zweiten Alarm, nach dem das Feuer auf dem Dach schließlich entdeckt wurde. Innerhalb kurzer Zeit breitete sich der Brand auf etwa 1000 Quadratmeter aus, erläuterte Feuerwehrsprecher Gabriel Plus die bisherigen Erkenntnisse.

Quelle: n-tv.de, sba

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