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500 Euro für Vergewaltigung Opfer-Mutter soll Lügde-Täter erpresst haben

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Der Hauptangeklagte Andreas V. hat die Mutter eines Opfers angezeigt.

(Foto: dpa)

Hätte der hundertfache Missbrauch in Lügde früher ans Licht kommen können? Der Angeklagte Andreas V. behauptet, von der Mutter eines Opfers erpresst worden zu sein. Die habe vom Missbrauch ihrer Tochter gewusst, zunächst aber nur Geld gefordert.

Im Missbrauchsfall Lügde soll die Mutter eines Opfers den Hauptangeklagten Andreas V. über Monate erpresst haben. Dies sagte sein Verteidiger. Nach Angaben von Rechtsanwalt Johannes Salmen aus Lage im Kreis Lippe hat sein Mandant jetzt aus der Haft heraus Anzeige gegen die Frau gestellt. Die betroffene Mutter wies die Anschuldigungen über ihren Anwalt zurück. "Meine Mandantin nennt diesen Erpressungsvorwurf eine Lüge", sagte Roman von Alvensleben. Über die mutmaßliche Erpressung hatten zuvor der WDR und die "Lippische Landeszeitung" berichtet.

Die Bielefelder Polizei und die Staatsanwaltschaft Detmold bestätigten, dass eine Strafanzeige eines Angeklagten im Missbrauchsfall Lügde vorliegt und Ermittlungen wegen Erpressung aufgenommen wurden. Zu weiteren Details und Hintergründen wollten sich die Behörden wegen der laufenden Ermittlungen nicht äußern.

Nach Angaben von Salmen, der sich auf die Schilderungen seines Mandanten bezieht, soll die Frau Andreas V. nach dem Missbrauch ihrer Tochter im vergangenen Sommer zuerst um 500 Euro erpresst haben. Dieses erste Schweigegeld habe der 56-Jährige gezahlt. Dann habe die Mutter 2000 Euro gefordert. Um diese Summe aufzutreiben, habe der Dauercamper aber Zeit gebraucht. Das habe der Mutter zu lange gedauert, sie habe deshalb Ende Oktober 2018 Anzeige bei der Polizei gestellt. Daraufhin seien die Ermittlungen im Fall Lügde ins Rollen geraten.

"Für meinen Mandanten und den Prozess hat diese Erpressung keine Bedeutung", sagte Salmen. Die Mutter hatte im Prozess um den hundertfachen sexuellen Missbrauch von Kindern auf dem Campingplatz bei Lügde bereits als Zeugin vor dem Landgericht Detmold ausgesagt. Um die Frage der Glaubwürdigkeit gehe es daher nicht, denn auch die Tochter als Opfer habe seinen Mandanten ja bereits belastet, sagte Salmen. Warum Andreas V. erst jetzt die Anzeige erstattet habe, könne er nicht sagen.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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