Panorama

Lockerungen ab 5. März Österreich hebt fast alle Corona-Regeln auf

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"Ein würdiges Frühlingserwachen aus einem eingefahrenen Krisenmodus", nennt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (l.) die Öffnungspläne.

(Foto: picture alliance/dpa/APA)

Österreich öffnet sich. Anfang März sollen fast alle Corona-Beschränkungen fallen. Dabei ist die Pandemie bei Deutschlands Nachbarn längst nicht vorbei, die Inzidenz weiterhin sehr hoch. Doch die stabile Lage in den Kliniken mache den Schritt möglich, sagt Kanzler Nehammer.

Österreich hebt fast alle Corona-Beschränkungen ab 5. März auf. Ab diesem Zeitpunkt bleibe nur noch eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen bestehen, kündigte die Regierung in Wien an. Veranstaltungen seien dann wieder ohne Einschränkungen möglich, die Sperrstunde falle und Nachtgastronomie werde erlaubt. "Wir haben die Pandemie noch nicht überwunden", warnte Kanzler Karl Nehammer. Aber angesichts der stabilen Lage in den Kliniken seien diese Öffnungsschritte jetzt möglich.

Zugleich werde Österreich seine Strategie der Gratis-Massentests ändern. Die für die Bürger kostenlosen Tests hatten nach Behördenangaben bisher 2,6 Milliarden Euro an Steuergeld gekostet.

Bereits ab 19. Februar soll in der Gastronomie, bei Veranstaltungen, in Seilbahnen und in Sportstätten statt der 2G- wieder die 3G-Regel gelten, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Auch die Einreise werde deutlich erleichtert mit der dann geltenden 3G-Regel für Geimpfte, Genesene und Getestete. Das jetzige Infektionsgeschehen ermögliche "ein würdiges Frühlingserwachen aus einem eingefahrenen Krisenmodus", sagte Mückstein.

Den Sommer fürs Impfen nutzen

Die Lage im Herbst könne sich aber wieder verschärfen, mahnte der Minister. Deshalb müsse der Sommer fürs Impfen genutzt werden. Die Impfpflicht stehe nicht zur Disposition, so der Minister. Aktuell liegt die Quote derjenigen mit Grundschutz, für den meist zwei Spritzen nötig sind, bei 70 Prozent.

Österreich hat mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von zuletzt rund 2500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner einen deutlich höheren Wert als Deutschland. Die von der Regierung ursprünglich angekündigte milliardenschwere Impflotterie zur Ankurbelung der Impfbereitschaft wurde wegen organisatorischer Schwierigkeiten wieder abgesagt.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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