Panorama

St. Wolfgang "unter Kontrolle" Österreich verhindert sein zweites Ischgl

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Entspannung statt Anspannung in St. Wolfgang: Die Corona-Lage in dem beliebten Touristenort scheint wieder unter Kontrolle.

(Foto: AP)

Die österreichischen Behörden melden Entwarnung: Der Corona-Ausbruch im Touristenort St. Wolfgang ist unter Kontrolle. In dieser Woche wurde bislang nur eine Neuinfektion gemeldet. Der Tourismuschef will möglichst schnell zur Normalität zurückkehren und arbeitet an einem "Comeback-Plan".

Der Corona-Ausbruch im Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18.

Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Ergebnisse neuer Tests von etwa 400 Beschäftigten sollen am Donnerstag vorliegen. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen seit Ende Juli gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter in zwei Lokalen, die daraufhin freiwillig geschlossen hatten.

*Datenschutz

Die Behörden hatten die Infizierten über Kontaktpersonen gefunden und Schutzmaßnahmen verhängt. Bis 9. August gilt eine Sperrstunde von 23 Uhr an. Im Rest des Landes muss um 1 Uhr nachts geschlossen werden. Abreisende Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Bei der Zahl von Tagesbesuchern und Übernachtungen habe es einen spürbaren Einbruch gegeben, sagte der Geschäftsführer der örtlichen Tourismusgesellschaft, Hans Wieser. "Tatsache ist, dass uns die Situation schon stark getroffen hat." Noch an diesem Mittwoch will er gemeinsam mit Landesregierung und Stadtverwaltung einen "Comeback-Plan für den Tourismus" vorstellen.

Einen Vergleich zur Situation im österreichischen Ischgl im März, das zeitweise als Hotspot der Corona-Verbreitung galt, hatten die Verantwortlichen stets strikt zurückgewiesen. Bei Bekanntwerden des ersten Falls habe man sofort mit den Tests begonnen, hieß es. "Wichtig ist, dass man einen Überblick über die Infektionsketten hat", sagte Haberlander. Aktuell gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Österreich etwas über 1400 aktive Erkrankungen mit Covid-19. 23 Patienten werden nach Angaben von Dienstag auf der Intensivstation behandelt.

Quelle: ntv.de, tno/dpa