Panorama

Fütterung während Debatte Parlamentssprecher springt als Babysitter ein

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Babysitter und Parlamentssprecher: Trevor Mallard.

(Foto: REUTERS)

Babys sind in den politischen Parlamenten eher eine Seltenheit. Doch in Neuseeland geht man mit dem Familienzuwachs der Politiker sehr entspannt um, wie ein Foto zeigt, das aktuell für Furore sorgt. Da packt der Parlamentssprecher einfach mal schnell mit an.

Im neuseeländischen Parlament hat der Sprecher das Baby eines Abgeordneten gefüttert, während der Vater eine Rede hielt. Der familienfreundliche Umgang und spontane Babysittereinsatz stößt auf viel positives Feedback.

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Eigentlich musste Parlamentsmitglied Tamati Coffey seinen Sohn füttern, doch alle anderen im Raum warteten auf seine Rede. Dafür fand sich jedoch schnell eine Lösung: Denn kurzerhand übernahm der Parlamentssprecher Trevor Mallard die väterlichen Fütter-Pflichten und wiegte das Baby in seinem Arm.

Auf mehreren Fotos war später zu sehen, wie er das Baby, das einen Strampler trug und in eine grüne Kuscheldecke gewickelt war, mit einer Milchflasche füttert. Mallard postete das Foto später selbst bei Twitter und sagte: "Heute hat ein VIP an meinem Platz gesessen" und gratuliert dabei auch dem frischgebackenen Vater Tamati Coffey.

Auf Twitter wurde das für die Politik so ungewöhnliche Babybild gefeiert. Von allen Seiten gab es Lob für die familienfreundliche Geste des Sprechers, der Politik und Babysitting vereint - ohne einen Moment darüber nachzudenken. Tausende Twitter-Nutzer teilten das Bild. Da hieß es beispielsweise: "Neuseeland, ihr seid ein kleines Land, aber gebt der Welt eine große Lektion."

Übrigens war die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern die erste Frau weltweit, die als amtierende Staatschefin ein Baby geboren hat. Die Neuseeländer sind wohl deshalb besonders entspannt, wenn Babys in ihren Parlamenten mitgebracht werden.

Quelle: n-tv.de, sgu

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