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Notlandung in BarcelonaPassagier löst mit Hotspot-Name Bombenalarm im Flieger aus

15.01.2026, 15:28 Uhr
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Das Flugzeug, in dem sich der Vorfall ereignete, parkte etwas abseits auf dem Airport. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Kurz vor der Landung in Barcelona ereignet sich auf einem Flug der Turkish Airlines ein Zwischenfall. Ausgelöst durch einen von einem Passagier eingerichteten Hotspot. Es folgt eine Notlandung. Eine Passagierin beschreibt, was dann passiert.

Ein Passagier hat auf einem Flug der Turkish Airlines von Istanbul nach Barcelona einem Medienbericht zufolge mit einem Internet-Hotspot einen Bombenalarm ausgelöst. Er habe den Namen des Hotspots so gewählt, dass er eine Bombendrohung enthalten habe, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu auf der Plattform X. Die Maschine ist daraufhin in Barcelona notgelandet, wo der Jet von Sicherheitskräften umstellt wurde, wie der Flughafenbetreiber Aena mitteilte.

Ein privater Hotspot etwa auf einem Smartphone verwandelt ein Handy in einen kleinen WLAN-Router, der das mobile Internet an andere Geräte wie Laptops oder Tablets weitergeben kann. Damit der Hotspot für andere auffindbar ist, muss er einen Namen haben, den der Halter des Smartphones frei wählen kann.

Die Maschine sei abseits von Gebäuden des Flughafens geparkt, die Passagiere und Besatzungsmitglieder seien von Bord gebracht und das Flugzeug sei von Spezialkräften durchsucht worden, berichteten spanische Medien unter Berufung auf die Behörden. Ein Sprengsatz sei indes nicht gefunden worden, teilte Aena später mit. Turkish Airlines reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zu dem Vorfall.

Stundenlange Prozedur

Eine Autorin der türkischen Online-Zeitung T24 befand sich an Bord des Fliegers und schildert, dass die Passagiere nach der Landung das Flugzeug in Zweier- oder Dreiergruppen im Abstand von zehn Minuten haben verlassen müssen. Zunächst sei ihr Handgepäck in einem kleinen Bus gescannt worden, den sie für eine Röntegenapparatur hielt. "Nach einer Kontrolle durch einen Spürhund konnten wir unser Handgepäck abholen und wurden in eine Halle gebracht."

Die beteiligten Sicherheitsbeamten beschreibt sie als "ernst, aber sehr höflich." In der Halle seien weitere Maßnahmen erfolgt, wie die Erfassung von Namen, Telefonnummern und Passnummern. "Obwohl die Passagiere dieses Unbehagen erleben mussten, verhielt sich die überwiegende Mehrheit, soweit ich das beurteilen konnte, sehr ruhig und besonnen", so die Journalistin. Den Flughafen habe man erst vier Stunden nach der Landung verlassen können.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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