Panorama

157 Menschen an Bord Passagierjet stürzt bei Addis Abeba ab

Nahe der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba verunglückt eine Maschine der Ethiopian Airlines. Alle 157 Menschen an Bord kommen ums Leben. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine neue Boeing 737-MAX8. Vor wenigen Monaten verunglückte schon einmal ein Flugzeug dieses Typs in der Nähe von Jakarta.

Eine Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines ist nahe der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba abgestürzt. An Bord der Boeing 737 waren nach ersten Angaben der Airline wohl 149 Passagiere und 8 Crew-Mitglieder. Der Airline zufolge habe es keine Überlebenden gegeben.

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Wrackteil der Maschine: Noch gibt es keine offizielle Angabe über die Ursache des Unglücks.

(Foto: REUTERS)

Die Maschine befand sich auf einem Linienflug zwischen Addis Abeba und Kenias Hauptstadt Nairobi und stürzte etwa 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt ab. Der Funkkontakt zu der Maschine sei wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen Bole International abgebrochen. Via Twitter sprach das Büro des äthiopischen Regierungschefs Abiy Ahmed den Angehörigen sein Beileid aus.

Zur Absturzursache ist noch nichts offiziell bekannt. Dem n-tv Luftfahrtexperten Ralf Benkö zufolge habe die Ethiopian Airlines einen guten Ruf und verfüge über eine moderne Flotte. Bei der Maschine handelte es sich um eine Boeing des Typs 737-MAX8. Sie wurde laut Benkö erst im November ausgeliefert. Erst im Oktober war ein ebenfalls neues Flugzeug dieses Typs der Fluglinie Lion Air bei Jakarta verunglückt. Damals kamen alle 189 Insassen ums Leben.

Nun wird darüber spekuliert, ob die Unglücksursache dieselbe war. Über den Hergang des Absturzes des Lion-Air-Flugs liegt zwar noch kein abschließender Bericht vor. Daten des Flugschreibers legen jedoch nahe, dass Fehler an der mit dem Modell eingeführten MCAS-Software für das Unglück verantwortlich war. Dieses System soll eigentlich einen Strömungsabriss verhindern. Ein fehlerhafter Fluglage-Sensor und Fehler in der Software sollen dazu geführt haben, dass das Flugzeug automatisch ins Meer nahe der indonesischen Hauptstadt gelenkt wurde.

Benkö zufolge könnte das neuerliche Unglück mit dem Flugzeugtyp erhebliche Unruhe in der Luftfahrtbranche auslösen. "Es sind weltweit rund 300 Maschinen dieses Typs unterwegs", sagte der n-tv Experte.

Quelle: n-tv.de, jog/AFP/dpa