DRK prangert Handy-Gaffer anPatient stirbt bei Unfall im Rettungswagen

In einem Rettungswagen in Wolfenbüttel kämpfen Notärzte um das Leben eines Patienten. Doch plötzlich kommt es zu einem Zusammenstoß mit einem Sportwagen: Der Patient stirbt noch am Unfallort.
In Wolfenbüttel ist bei einem Zusammenstoß eines Rettungswagens im Einsatz mit einem Porsche ein Patient gestorben. Der 80-Jährige sei gerade behandelt worden, als sich der Rettungswagen durch den Aufprall um die eigene Achse gedreht habe und umgekippt sei, teilte die Polizei Wolfenbüttel mit. Die beiden Fahrzeuge kollidierten auf einer Kreuzung. Der Patient starb noch an der Unfallstelle. Ob der Mann an den Folgen des Unfalls oder des vorherigen Notfalls ums Leben kam, war zunächst unklar.
Der 44-jährige Notarzt sowie eine 29-jährige Rettungsassistentin, die sich bei dem Patienten im Rettungswagen befanden, wurden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der 22-jährige Fahrer des Rettungswagens sowie der 59-jährige Porsche-Fahrer erlitten leichte Verletzungen.
Schaulustige behindern den Einsatz
Nach ersten Ermittlungen war der Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs, als es zu dem Zusammenstoß kam. Die genaue Ursache ist zunächst unklar. "Um Details des Unfallhergangs zu klären, warten wir natürlich Ergebnisse eines Gutachters ab", erklärt Wilhelm Borchert, der stellvertretende Leiter des DRK-Rettungsdienstes. "Fest steht allerdings, dass an unserem Fahrzeug Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet waren und sich der Fahrer sehr vorsichtig über die Kreuzung bewegt hat."
In der Folge des Unfalls rückten auch Kräfte der Feuerwehr Wolfenbüttel und die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK aus. "Leider mussten wir erneut feststellen, dass Gaffer und Fotografen den Einsatz behindert haben", berichtet SEG-Leiter Dirk Jürges. "Obwohl sie mehrfach weggeschickt wurden, mussten diese Leute tatsächlich hinten in den umgestürzten Wagen rein fotografieren." Die Polizei sucht nach Zeugen des Unfalls.