Panorama

Mit Desinfektionsmittel angezündet Patientin löste Klinikbrand aus

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Der Schaden am Krankenhaus Bergmannsheil soll im dreistelligen Millionenbereich liegen.

(Foto: dpa)

Eines der beiden Todesopfer der Brandkatastrophe in Bochum hat das Feuer ausgelöst. Die Polizei ist sich sicher, dass die Patientin sich selbst anzündete, um Selbstmord zu begehen. Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Die Ursache des Großbrands am Freitag in einer Bochumer Klinik mit zwei Toten ist geklärt. Die bei dem Feuer am Freitag getötete Frau aus Hagen habe sich in ihrem Zimmer im Krankenhaus Bergmannsheil "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" mit flüssigem Desinfektionsmittel übergossen und angezündet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Durch den daraufhin entstandenen Brand kam die Frau zu Tode, ebenso ein 41-jähriger Patient im Nachbarzimmer. Die Ermittler korrigierten die Zahl der Verletzten nach unten. Es habe 10 Verletzte gegeben und nicht wie bislang angenommen 16. Niemand schwebe mehr in Lebensgefahr.

Der durch das Großfeuer entstandene Schaden könnte den Behörden zufolge im dreistelligen Millionenbereich liegen. Der Brand hatte in der Nacht zum Freitag innerhalb kurzer Zeit auf das gesamte Dach des betroffenen Klinikgebäudes übergegriffen.

Die technischen Untersuchungen zum Nachweis des bei dem Suizid verwendeten Desinfektionsmittels dauerten den Angaben zufolge noch an. Auch die Ermittlungen im Bochumer Brandkommissariat zum Motiv für die Selbsttötung waren noch nicht abgeschlossen.

Quelle: ntv.de, mob/dpa/AFP