Panorama

Großalarm bei Hamburgs Feuerwehr Penthouse auf Weltkriegsbunker brennt

In Hamburg brennt der so genannte Musikbunker. Das Gebäude aus dem Zweiten Weltkrieg steht bereits seit Stunden in Flammen, rund 100 Feuerwehrmänner sind im Einsatz. Sie kämpfen aber nicht nur gegen den Brand.

Nach dem Ausbruch eines Feuers auf einem Bunker in Hamburg dauern die Löscharbeiten an. Ein Ende des Einsatzes sei noch nicht abzusehen, sagte ein Feuerwehrsprecher am frühen Morgen. Ausgebrochen war das Feuer am Sonntagnachmittag in einem Holz-Penthouse auf dem Dach des Bunkers. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen mit einem Großaufgebot von etwa 100 Löschkräften. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner über ein Katastrophenwarnsystem und im Rundfunk aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu lassen.

In der Nacht entfachte starker Wind immer wieder Glutherde. Am Morgen erschwerte brennende Dämmwolle die Löscharbeiten. "Das Feuer hat sich tief in das Dämmmaterial des Hauses gefressen", sagte ein Sprecher. Eindämmen lasse sich dies nur, in dem die Dämmwolle kleinteilig aus dem Gebäudeinneren gezogen und anschließend gelöscht werde, hieß es. Diese Arbeit werde voraussichtlich Stunden dauern. Die verwinkelte Holzkonstruktion habe unter anderem mit Hilfe von Kettensägen langsam von außen aufgebrochen werden müssen, sagte der Sprecher. Aus Sicherheitsgründen konnte demnach nicht im Inneren des Holzhauses gelöscht werden.

Wegen des anhaltenden Feuers werde seit dem Morgen überlegt, das Holzhaus mit Hilfe eines Krans aufzubrechen. Daneben wird laut Feuerwehr geprüft, ob ein Radlader auf das Dach gehoben werden kann, um das brennende Haus einzureißen und so besser löschen zu können.

In dem sogenannten Musikbunker im Stadtteil Barmbek sind Proberäume für Bands und Musiker untergebracht. Menschen seien jedoch nicht mehr im Gebäude gewesen. In der Hansestadt gibt es mehr als 50 Hochbunker. Die Stadt hatte die Bunkeranlagen im Rahmen einer Sicherheitsprüfung im vergangenen Jahr gezählt. Die Überprüfung hatte die Stadt wegen zweier Bunkerbrände im Jahr 2015 angeordnet.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa