Panorama

Schutz für Corona-Risikogruppen Pneumokokken-Impfstoff wird knapp

imago91342358h.jpg

Die Pneumokokken-Impfung wird unter anderem für Menschen über 70 Jahren empfohlen.

(Foto: imago images / Schöning)

Gegen Sars-CoV-2 gibt es keine Impfung und keine getesteten Medikamente. Menschen mit einem erhöhten Risiko können jedoch zumindest das Risiko einer Lungenentzündung durch eine Pneumokokken-Imfpung senken. Wenn der Impfstoff ausreichend verfügbar wäre.

Die für Risikogruppen empfohlenen Impfstoffe gegen Pneumokokken sind gegenwärtig nur eingeschränkt lieferbar. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im hessischen Langen wies auf Lieferengpässe bei den beiden Impfstoffen Pneumovax 23 und Prevenar 13 hin. In Zusammenhang mit der derzeitigen Coronavirus-Epidemie hatten Experten besonders gefährdeten Menschen geraten, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen, um das Risiko für eine Lungenentzündung zu senken.

Eine Lungenentzündung zählt zu den Hauptgefahren bei Menschen mit der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 verursacht wird. Pneumovax soll nach PEI-Angaben voraussichtlich Anfang Mai wieder lieferbar sein.

"Auch bei Wiederverfügbarkeit der Impfstoffe sollten Pneumokokken-Impfungen ausschließlich dem Personenkreis vorbehalten bleiben, der in den gültigen Impfempfehlungen der Stiko benannt ist", hieß es auf der Website der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI). Dies sind im Fall von Pneumovax Patienten mit geschwächtem Immunsystem, Senioren ab dem Alter von 70 Jahren und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen. Prevenar soll demnach ausschließlich für die Grundimmunisierung von Säuglingen verwendet werden.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa