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Vater und zwei Söhne in U-Haft Polizei Ulm ist Dreifachmord auf der Spur

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Auf einem Heidenheimer Wertstoffhof sucht die Polizei nach Leichenteilen.

(Foto: imago images / onw-images)

Ein Unternehmer vermisst seinen Mitarbeiter. Die Suche führt die Polizei im baden-württembergischen Heidenheim auf die Fährte eines Vaters und seiner zwei Söhne. Die haben den Mord gestanden. Doch die Ermittler stoßen auf zwei weitere Menschen im Umfeld des Trios, die vor Jahren verschollen sind.

Die Polizei in Baden-Württemberg ist einem möglichen Dreifachmord auf der Spur. Ein 54-Jähriger aus dem Kreis Heidenheim und seine beiden 32 und 30 Jahre alten Söhne stehen im Verdacht, in unterschiedlicher Tatbeteiligung drei Männer getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Ellwangen und das Polizeipräsidium Ulm mit. Im Garten eines Hauses, das der Familie der Verdächtigen gehört, wurden Leichenteile gefunden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um die sterblichen Überreste eines 59-Jährigen handelt, der seit Mitte Mai vermisst wurde. Ein Unternehmer hatte damals bei der Polizei gemeldet, dass sein Mitarbeiter nicht erreichbar sei. Nachdem sich der Verdacht auf ein Verbrechen erhärtete, bildete die Kriminalpolizei eine Sonderkommission.

Schnell gerieten ein 32-Jähriger und dessen 54 Jahre alter Vater aus dem Kreis Heidenheim in Verdacht. Beide wurden festgenommen und gestanden in der Vernehmung, den Vermissten aus dem Raum Sontheim bereits am 11. Mai getötet zu haben. Gegen beide Beschuldigte wurde Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen. Inzwischen beantragte die Staatsanwaltschaft einen weiteren Haftbefehl gegen einen 30-Jährigen. Hier handelt es sich um den jüngeren Sohn des 54-Jährigen.

Zwei weitere Menschen verschollen

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Die Ermittler gehen davon aus, dass weitere Teile des seit dem 11. Mai Vermissten im Müll entsorgt wurden.

(Foto: imago images / onw-images)

Die Ermittler stießen darauf, dass im Umfeld der Familie zwei weitere Menschen aus dem Kreis Heidenheim verschwunden waren. Dabei handelte es sich um den früheren Schwiegersohn des 54-Jährigen, der 2008 im Alter von 22 Jahren verschwunden sein soll, sowie um einen seit 2014 vermissten Freund der Tochter des Tatverdächtigen. Dieser war damals 38 Jahre alt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass auch diese beiden Männer Opfer von Tötungsdelikten wurden. Im Falle des vor elf Jahren verschwundenen Mannes steht demnach der 54-Jährige unter Verdacht. Bei dem seit 2014 Vermissten geht die Polizei von einer möglichen gemeinsamen Tat aller drei Beschuldigten aus.

Bei der Suche nach dem 59-jährigen im Mai Vermissten überprüften die Beamten auch Müllentsorgungsfirmen. Die Beamten gehen davon aus, dass Teile der Leiche entlang der Autobahn 7 im Müll entsorgt wurden. Die jetzt gefundenen Leichenteile wurden im Garten eines Hauses entdeckt, das der Familie der Verdächtigen gehört. Haus und Grundstück wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen laufen mit Hochdruck weiter.

Quelle: n-tv.de, mau/AFP

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