Panorama

Amokfahrt von Münster Polizei bestätigt drittes Todesopfer

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Das Tatfahrzeug von Jens R.: ein grauer Campingbus.

(Foto: picture alliance / David Young/d)

Zwei Menschen sterben Anfang April, als Jens R. in Münster zu seiner Amokfahrt ansetzt. Drei Wochen später gibt es ein drittes Todesopfer zu beklagen: Ein 74-Jähriger erliegt seinen schweren Verletzungen.

Knapp drei Wochen nach der Amokfahrt von Münster gibt es ein drittes Todesopfer. Ein 74-jähriger Mann aus dem westfälischen Hamm sei an seinen schweren Verletzungen gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Weitere Einzelheiten nannte er zunächst nicht. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf vier.

Am 7. April war der 48-jährige Jens R. mit einem Campingbus in eine Menschenmenge in der Münsteraner Innenstadt gerast. Dabei wurden zunächst zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt. Anschließend erschoss sich der Mann.

Aus den zuständigen Kliniken hieß es, nach der Amokfahrt würden noch sechs weitere Patienten behandelt - vier von ihnen auf normalen Stationen, zwei auf Intensivstationen. Sie befänden sich aber beide nicht in kritischem Zustand.

Die Ermittlungen zum Motiv der Tat sind noch nicht abgeschlossen. Mutmaßlich trieben psychische Probleme R. zu der Amokfahrt. Die Polizei geht davon aus, dass er in Suizidabsicht gehandelt hat. In seiner Wohnung fand sie Teile für eine mögliche Sprengfalle, ein unbrauchbar gemachtes Sturmgewehr, Knallkörper, mehrere Behälter mit Benzin sowie ein über einen Balken gelegtes Hanfseil mit Henkersknoten.

Quelle: ntv.de, chr/dpa