Panorama

Kriegsmaterial sichergestellt Polizei durchsucht Sondengänger-Szene

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Detektoren können verborgene Metallteile, Rohrleitungen und elektrische Leiter ausfindig machen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mithilfe von Metalldetektoren suchen Sondengänger nach Objekten im Untergrund. Dabei stoßen die Hobby-Schatzsucher gelegentlich auf Munition oder Waffen und nehmen den Fund illegalerweise mit. Bei Razzien nimmt die Polizei nun mehrere Objekte unter die Lupe.

Mit einer Razzia sind sächsische Ermittler gegen sogenannte Sondengänger vorgegangen, die mit Metalldetektoren Schätze sammeln. Neun Objekte in Zwickau wurden durchsucht, wie die Polizei mitteilte. Bei acht Hobbyschatzsuchern fanden die Beamten unter anderem funktionsfähige Munition, eine Handgranate, Schwarzpulver, Münzen und andere Kulturgüter.

Darüber hinaus wurden Stoffe entdeckt, die zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden könnten. Die Zahl der gefundenen Gegenstände bezifferte die Polizei auf über hundert. Zeitgleich gab es ähnliche Razzien in Chemnitz und Leipzig sowie in Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Wer bei der Hobbyschatzsuche Kriegsmaterial vom Fundort entferne, verstoße gegen das sächsische Denkmalschutzgesetz sowie gegebenenfalls gegen das Waffengesetz und das Strafgesetz, warnte die Polizei. Eine unsachgemäße Lagerung der mitunter explosiven Fundstücke sei gefährlich.

Immer wieder kommt es zu Razzien in der Schatzsucher-Szene. Erst Anfang 2020 durchsuchte die Polizei mehrere Wohnungen in Schwaben. Dabei wurden Waffen und auch Drogen gefunden. Ende November 2019 wurden bei einem 25 Jahre alten Sondengänger eine Maschinenpistole, weitere Waffen und eine größere Menge explosionsfähiger Chemikalien zum Herstellen von Schwarzpulver entdeckt.

Quelle: ntv.de, jru/AFP/dpa

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