Panorama

Nach Doppelmord an Polizisten Polizei fahndet öffentlich nach 38-Jährigem

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Die Polizei fahndet nun nach einem 38-jährigen Tatverdächtigen, der an der Tötung zweier Beamter am frühen Morgen beteiligt gewesen sein soll.

(Foto: dpa)

Die Polizei Kaiserslautern schreibt einen 38-Jährigen zur öffentlichen Fahndung aus. Er steht im Verdacht bei einer nächtlichen Polizeikontrolle zwei Beamte erschossen zu haben.

Die Polizei Kaiserslautern leitet eine Öffentlichkeitsfahndung nach einem 38-Jährigen aus dem Kreis Neunkirchen im Saarland ein. Der Mann steht im Verdacht, zwei Polizisten im Zuge einer Verkehrskontrolle im rheinland-pfälzischen Landkreis Kusel, erschossen zu haben.

In der Nacht zum Montag waren Beamte der Polizeiinspektion Kusel im Landkreis auf einer routinemäßigen Streifenfahrt. Die uniformierten Beamten waren in einem zivilen Einsatzfahrzeug unterwegs. Bei einer Verkehrskontrolle auf der Kreisstraße 22 etwa gegen 4.20 Uhr wurden zwei Polizeibeamte durch Schüsse tödlich verletzt. Die Hintergründe des Geschehens sind noch unklar. Unklar ist, ob die Beamten tatsächlich kurz vor der Kontrolle per Funk ein Fahrzeug meldeten, auf dem totes Wild gefunden wurde.

Nach ersten Ermittlungen ergibt sich ein Tatverdacht gegen den 38-jährigen Andreas S. Er ist lokalen Medienberichten zufolge Bäcker von Beruf und betreibt eine Bäckerei und einen Wildhandel im Saarland. Er soll bereits in der Vergangenheit wegen Unfallflucht aufgefallen sein und einen Waffenschein besitzen. Sein Aufenthalt ist derzeit unbekannt. Die Beamten fahnden mit Hochdruck nach dem Mann. Im Einsatz sind auch Polizeihubschrauber, Personenspürhunde sowie Spezialkräfte der Polizei.

Verdacht auf Wilderei

Die Ermittler vermuten neben S. mindestens einen weiteren Tatbeteiligten. Am Tatort seien Ausweispapiere gefunden worden, heißt es seitens der Polizei. Der "Focus" berichtet von einem 29-Jährigen, dem in der Vergangenheit der Führerschein entzogen wurde. Die Behörden verfügen nach Angaben des "Focus" über das Kennzeichen des Fluchtwagens. Dieser ist offenbar auf den 29-Jährigen zugelassen.

Staatsanwaltschaft und Polizei bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe. Die Bevölkerung im Landkreis Kusel soll zudem derzeit keine Anhalter mitnehmen. Mindestens ein Tatverdächtiger ist bewaffnet. Wer weiß, wo sich der Gesuchte aufhält oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 369-2528 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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