Panorama

20 Jahre auf der Flucht Polizei fasst mutmaßlichen Sexualstraftäter

86031662.jpg

Die Grenzschützer stellten fest, dass gegen den Mann ein Europäischer Haftbefehl vorlag.

(Foto: picture alliance / dpa)

1998 wird eine 13-Jährige in ihrem Elternhaus in Mecklenburg-Vorpommern vergewaltigt. Der Täter flüchtet und wird europaweit gesucht. Jahrelang passiert nichts - bis der Tatverdächtige von Serbien nach Ungarn reisen will.

Ein mutmaßlicher Sexualstraftäter ist nach mehr als 20 Jahren Flucht vor den deutschen Strafverfolgern gefasst worden. Als der Mann von Serbien nach Ungarn reisen wollte, seien die dortigen Grenzschützer bei der Kontrolle der Papiere auf den noch immer bestehenden Europäischen Haftbefehl aufmerksam geworden, teilten das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Stralsund gemeinsam mit.

Der Verdächtige soll 1998 im Alter von 17 Jahren eine 13-Jährige in ihrem Elternhaus in Mecklenburg-Vorpommern vergewaltigt haben. Die beiden sind den Angaben zufolge weitläufig miteinander verwandt.

Der Mann stamme aus dem ehemaligen Jugoslawien. Die Landespolizei fahndete seit der Tat europaweit nach ihm. Die Staatsanwaltschaft Stralsund habe den Europäischen Haftbefehl immer wieder verlängert. Nach der Festnahme an der serbisch-ungarischen Grenze Ende August wurde der Mann am 6. September nach Deutschland gebracht, wie es weiter hieß. Jetzt warte er in einer Justizvollzugsanstalt des Landes auf seinen Prozess.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa