Panorama

Razzia in sechs Bundesländern Polizei geht gegen Schleuserbande vor

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Insgesamt durchsuchte die Polizei 38 Objekte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine bundesweit operierende Bande soll im großen Stil Arbeiter im Ausland anwerben und illegal nach Deutschland bringen. Für die Einreise nutzen die Kriminellen gefälschte Papiere. Nun ist die Polizei den Schleusern auf die Schliche gekommen.

Die Bundespolizei ist am Morgen in sechs Bundesländern gegen Schleuser vorgegangen und hat 38 Wohnungen und Gewerbeobjekte durchsucht. Die Aktion im Auftrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück richte sich gegen eine Bande, die gewerbsmäßig Ausländer einschleuse, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Hannover. Außerdem gehe es um Falschbeurkundung und die illegale Überlassung von Arbeitnehmern. Ein per Haftbefehl gesuchter Verdächtiger wurde im Landkreis Osnabrück festgenommen. 

Die Durchsuchungen betrafen die Länder Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. 510 Bundespolizisten waren im Einsatz. Die Beschuldigten sollen vor allem ukrainische Staatsangehörige im Ausland angeworben und nach Deutschland geschleust haben. Dort wurden sie zur illegalen Beschäftigung vermittelt. Die Einreise und der Aufenthalt wurden touristisch begründet, um einen sonst erforderlichen Aufenthaltstitel zu umgehen.

Die ukrainischen Arbeitskräfte nutzten den Angaben zufolge gefälschte EU-Ausweisdokumente zur Anmeldung bei Behörden und  Sozial- und Rentenversicherungsträgern. Die Beschuldigten hätten die Arbeitskräfte dabei unterstützt, sie über eine eigene Agentur an verschiedene Firmen vermittelt und auch Unterkünfte im Umkreis der Arbeitsstätten angeboten.

Die Verdächtigen wurden erkennungsdienstlich behandelt. Als Beweismittel beschlagnahmten die Beamten Datenträger wie Laptops und Mobiltelefone, Dokumente, Bargeld und mehrere Waffen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa