Panorama

Liegestütze werden gestrichen Polizei senkt Anforderungen für Bewerber

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In diesem Jahr kommen bei der Bundespolizei 2150 Planstellen hinzu.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundespolizei hat eine Menge offene Stellen - und offenbar Probleme, sie zu besetzen. Einem Bericht zufolge werden jetzt die Anforderungen an Bewerber heruntergeschraubt. Diese müssen künftig nicht mehr zum Weitsprung antreten und dürfen sich im Diktat mehr Fehler erlauben.

Zur Besetzung neu geschaffener Stellen hat die Bundespolizei laut einem Pressebericht ihre Anforderungen an Bewerber gesenkt. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten, hob die Bundespolizei bei den Deutschtests für den mittleren Dienst die Fehlertoleranz im Diktat an. Zudem wurden demnach beim Fitnesstest Weitsprung und Liegestütze durch einen Pendellauf ersetzt.

"Die Voraussetzungen für eine Bewerbung zur Bundespolizei werden regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls angepasst", zitiert der Bericht die Bundespolizei. Der Pendellauf ermögliche "ein zeitgemäßes Bild der physischen Leistungsfähigkeit". Laut einer Sprecherin soll die "geringfügig angehobene" Fehlertoleranz im Diktat einem "größeren Bewerberkreis" die weitere Teilnahme ermöglichen.

Wie die Funke-Blätter von der Bundespolizei erfuhren, gehen dort allein im laufenden Jahr 853 Beamte in den Ruhestand. Zugleich habe der Bundestag zusätzliche Stellen genehmigt. Brutto kämen bei der Bundespolizei im Haushaltsjahr 2020 insgesamt 2150 Planstellen hinzu.

Quelle: ntv.de, ftü/AFP