Panorama

Mann bedrohte Einsatzkräfte Polizei stoppt wütenden Messerangreifer

Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr bei dem Großeinsatz vor dem Mehrfamilienhaus in Achern. Foto: Benedikt Spether/dpa

Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr bei dem Großeinsatz vor dem Mehrfamilienhaus in Achern.

(Foto: Benedikt Spether/dpa)

In Baden-Würrtemberg rückt die Feuerwehr zu einem eigentlich harmlosen Einsatz aus, am Ende des Fehlalarms aber muss der Mieter der vermeintlichen Brandwohnung ins Krankenhaus: Der Mann beschimpft erst Feuerwehrleute, dann bedroht er Polizisten mit einem Messer - und die wehren sich.

Die Polizei hat im baden-württembergischen Achern Schüsse auf einen Mann abgegeben, der die Beamten zuvor mit einem Messer bedroht haben soll. Der Mann wurde im Bein getroffen und kam in eine Klinik, wie das Polizeipräsidium Offenburg mitteilte. Wie viele Polizisten Schüsse abgaben, teilte die Polizei nicht mit.

Auslöser des Polizeieinsatzes war ein vermeintlicher Brandgeruch in der Wohnung des Mannes. Eine Anwohnerin des Mehrfamilienhauses hatte die Rettungsleitstelle alarmiert. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr an der Wohnung des Mannes nach einem möglichen Brandherd suchten, soll dieser Drohungen gegen die Feuerwehrleute ausgesprochen haben.

"Es roch im Treppenhaus verbrannt. Aber hinter der Wohnungstür befand sich eine renitente Person, die uns in ihrem Ausnahmezustand mit Mord drohte: ‚Wenn ihr reinkommt, bringe ich euch um‘ hat er gerufen", sagte Michael Wegel, Kommandant der Feuerwehr Achern, den "Badischen Neueste Nachrichten".

Die hinzugerufene Polizei wurde nach eigenen Angaben beim Betreten der Wohnung von dem Mann "offenbar angegriffen". Die Beamten setzten daraufhin Pfefferspray ein. Anschließend sei der Mann den Polizisten mit einem Messer entgegengetreten, woraufhin es zu den Schüssen kam. Die Polizisten erlitten durch das Pfefferspray Reizungen, blieben ansonsten aber unverletzt.

Die Beamten des Kriminaldauerdienstes haben in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Baden-Baden die Ermittlungen übernommen. Die Feuerwehr konnte im Nachgang keinen Grund für den Brandgeruch feststellen.

Quelle: ntv.de, ter/dpa