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Mit welcher Waffe wurden die Schüsse abgegeben? Die Polizei in Manchester sichert Spuren.
Mit welcher Waffe wurden die Schüsse abgegeben? Die Polizei in Manchester sichert Spuren.(Foto: picture alliance/dpa)
Sonntag, 12. August 2018

Zehn Verletzte nach Karneval: Polizei sucht Schrotschützen in Manchester

Nach einem karibischen Karnevalsumzug sind in Manchester nachts noch viele Menschen unterwegs. Im Stadtteil Moss Side fallen plötzlich Schüsse, zehn Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Mindestens zehn Menschen sind in der britischen Stadt Manchester nach einem Straßenkarneval durch Schüsse verletzt worden. Nach dem Vorfall in einem belebten Stadtviertel in der Nacht ist nicht klar, wer die Schüsse abgegeben hat und welche Waffe genau benutzt wurde. Neun Menschen, darunter zwei Kinder, hätten Verletzungen durch "kügelchenartige" Geschosse erlitten, teilte die Polizei mit. Vermutet wird, dass es sich bei der Tatwaffe um eine Schrotflinte handelt.

Die Verletzungen schienen überwiegend leicht zu sein, so die Polizei weiter. Ein zehnter Betroffener, der an den Beinen verletzt wurde, sei zwar in stabilem aber ernstem Zustand.

Zu dem Zwischenfall in der Innenstadt war es der Polizei zufolge gegen 2.30 Uhr Ortszeit gekommen. Die Gegend im Bezirk Moss Side war demnach belebt, weil sich zahlreiche Menschen nach einem karibischen Karnevalsumzug auf den Straßen befanden und dort weiterfeierten, wie Zeitungen berichten.

Die zehn Verletzten wurden in Krankenhäusern behandelt. Die Polizei kündigte an, in den kommenden Tagen die Patrouillen zu verstärken. Polizeichef Wasim Chaudhry sagte, es sei möglich, dass noch mehr Menschen verletzt wurden, die in der Nacht keine ärztliche Hilfe aufgesucht hätten. Sie sollten dies unbedingt tun, sagte er.

Beamte sicherten in dem Viertel Spuren und befragten Zeugen. Der Karneval findet alljährlich statt. An diesem Sonntag sollte er wie geplant weitergehen, berichtet die Zeitung "Manchester Evening News". "Die Stadt dürfte heute sehr besorgt sein, und das ist völlig verständlich", sagte Chaudhry. "Waffen haben keinen Platz auf unseren Straßen". Er versichere, dass die Polizei alles tun werde, um den oder die Verantwortlichen zu finden.

Quelle: n-tv.de