Panorama

Beihilfe zum Mord an Floyd Prozess gegen Ex-Polizisten verschoben

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Den drei Angeklagten könnten mehrjährige Haftstrafen drohen.

(Foto: picture alliance / abaca)

Der Ex-Polizist Derek Chauvin wurde bereits des Mordes an dem Afroamerikaner George Floyd für schuldig befunden. Drei seiner ehemaligen Kollegen sollen ebenfalls vor Gericht gestellt werden. Um ihnen ein faires Verfahren zu ermöglichen, wird der Prozess jedoch aufs kommende Jahr verschoben.

Der Prozess gegen drei mutmaßliche Komplizen des weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen der Tötung von George Floyd im US-Bundesstaat Minnesota wird erst im März kommenden Jahres beginnen. Richter Peter Cahill entschied während einer Anhörung in Minneapolis, den ursprünglich für August angesetzten Prozess zu verschieben, wie örtliche Medien übereinstimmend berichteten.

Damit soll unter anderem der zeitliche Abstand zu Chauvins landesweit beachtetem Prozess vergrößert werden, um ein faires Verfahren zu ermöglichen. Zudem könne die separate Anklage nach Bundesrecht in der Zwischenzeit vorangetrieben werden, hieß es. Den Ex-Polizisten Alexander Kueng, Tou Thao und Thomas Kiernan Lane wird Beihilfe zum Mord und zum Totschlag zweiten Grades zur Last gelegt. Ihnen könnten mehrjährige Haftstrafen drohen.

Der Tod des Afroamerikaners Floyd am 25. Mai 2020 bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis hatte in den USA Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Videos dokumentieren, wie die Polizisten den unbewaffneten Mann zu Boden drückten. Der inzwischen schuldig gesprochene Ex-Beamte Chauvin presste dabei sein Knie gut neun Minuten lang auf Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor der Autopsie zufolge das Bewusstsein und starb.

Die übrigen drei an dem Einsatz beteiligten Polizisten schritten trotz Chauvins Handeln nicht ein oder unterstützten ihn. Die Geschworenen hatten Chauvin Ende April in einem separaten Verfahren unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gesprochen. Ihm könnten damit bis zu 40 Jahre Haft drohen. Das Strafmaß soll noch im Juni bekannt gegeben werden. Unabhängig von den Verfahren in Minneapolis ist gegen die vier Ex-Polizisten auch vor einem Bundesgericht Anklage erhoben worden. Das US-Justizministerium teilte jüngst mit, ihnen werde vorgeworfen, Floyd vorsätzlich seiner verfassungsmäßigen Rechte beraubt zu haben.

Quelle: ntv.de, lri/dpa

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